260 Zitate und 28 Gedichte über Sorgen.

Wer in dem Gestern Heute sah,
Dem geht das Heut nicht allzu nah,
Und wer im Heute sieht das Morgen,
Der wird sich rühren, wird sich sorgen.

Johann Wolfgang von Goethe (1749 - 1832), gilt als einer der bedeutendsten Repräsentanten deutschsprachiger Dichtung

Quelle: Goethe, Gedichte. Ausgabe letzter Hand. 1827, Zahme Xenien 4

Sorgen soll man nicht mit ins Bett nehmen.

Ovid (43 v. Chr. - 17 n. Chr.), eigentlich Publius Ovidius Naso, römischer Epiker

Der edle Mensch ist in Frieden mit sich selbst; der Gemeine macht sich ständig Sorgen.

Konfuzius (551 - 479 v. Chr.), latinisierter Name für Kongfuzi, K'ung-fu-tzu, »Meister Kong«, eigentlich Kong Qiu, K'ung Ch'iu, chinesischer Philosoph

Daß man ohne Sorgen lebe, sorgt man stets um Gut und Geld,
Das doch den, der es ersorget, immerdar in Sorgen hält.

Friedrich Freiherr von Logau (1604 - 1655), deutscher Jurist, Satiriker, Epigramm- und Barockdichter, Pseudonym: Solomon von Golaw

Quelle: Logau, Salomons von Golaw Deutscher Sinn=Getichte Drey Tausend, 1654. Originaltext

Des Lebens Sorgen sind Erquickungen; vom Himmel dazu bestimmt; wer keine hat, muß sie sich machen, oder elend sein.

Edward Young (1683 - 1765), englischer Satiriker, Komödienschreiber und anglikanischer Pfarrer

Quelle: Young, Klagen oder Nachtgedanken (The Complaint or Night-Thoughts), 1742-45, übers. von J. A. Ebert; L. Schröders Erben, Braunschweig 1768

Ich habe bis jetzt auch nicht gewußt, daß die Sorge
mit das Beste in und an der Welt ist.

Wilhelm Raabe (1831 - 1910), deutscher Erzähler (Pseudonym: Jakob Corvinus), einer der wichtigsten Vertreter des poetischen Realismus

Nichts lockert mehr der Neigung zarte Bande, als Sorge um des Lebens Unterhalt.

Molière (1622 - 1673), eigentlich Jean-Baptiste Poquelin, französischer Komödiendichter und Schauspieler