265 Zitate und 29 Gedichte über Sorgen.

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Es gibt eingebildete Sorgen, die schier so wirklich sind als die wirklichen.

Peter Rosegger (1843 - 1918), Pseudonym P. K., Petri Kettenfeier, österreichischer Volksschriftsteller und Erzähler, Autodidakt, begann als Wanderschneider

Leichte Sorge redet, schwere verstummt.

Lucius Annaeus Seneca (ca. 4 v. Chr. - 65 n. Chr.), genannt Seneca der Jüngere; römischer Philosoph, Stoiker, Schriftsteller, Naturforscher und Politiker; Selbsttötung auf Geheiß seines ehem. Schülers Nero (Römischer Kaiser von 54 - 68)

Quelle: Seneca, Phaedra (alternativer Titel auch Hippolytus). V. 607. Übersetzt von K. Hertz, 1886.
Originaltext: Curae leves locuntur, ingentes stupent.

Die Sorg' um Künft'ges niemals frommt;
Man fühlt kein Übel, bis es kommt.
Und wenn man's fühlt, so hilft kein Rat:
Weisheit ist immer zu früh und zu spat.

Friedrich Rückert (1788 - 1866), alias Freimund Raimar, deutscher Dichter, Lyriker und Übersetzer arabischer, hebräischer, indischer, persischer und chinesischer Dichtung

Quelle: Rückert, Gedichte. Pantheon, Erstdruck 1843. Fünftes Bruchstück. Zahme Xenien. Vierzeilen

Laß dir die Sorgen von morgen nicht zu Herzen gehen, denn du weißt ja nicht, ob du morgen noch lebest.

Talmud mündliche Lehre der Gesetze und religiösen Überlieferungen des Judentums nach der Babylonischen Gefangenschaft

Auch dem Sorglosscheinenden
krümmt sich oft der Rücken.

© Katharina Eisenlöffel (1932 - 2019), österreichische Aphoristikerin

Quelle: Eisenlöffel, Lebensweisheiten, Trotznauer Buch- und Musikverlag 1997

Laß nur die Sorge sein,
Das gibt sich alles schon;
Und fällt der Himmel ein,
Kommt doch eine Lerche davon.

Johann Wolfgang von Goethe (1749 - 1832), gilt als einer der bedeutendsten Repräsentanten deutschsprachiger Dichtung

Quelle: Goethe, J. W., Gedichte. Ausgabe letzter Hand, 1827. Sprichwörtlich

Sorgen kann man sich notfalls auch von anderen borgen.

© Kuno Klaboschke (*1938), eigentlich Klaus Klages, deutscher Gebrauchsphilosoph und Abreißkalenderverleger

Kein Übel ist so groß, daß nicht die Furcht vor demselben ein größeres Übel wäre, als das Unglück selbst, welches man vor sich zu sehen meint.

Heinrich Daniel Zschokke (1771 - 1848), Schweizer Erzähler und Herausgeber der Wochenschrift »Der Schweizerbote«

Quelle: Zschokke, Stunden der Andacht zur Beförderung wahren Christentums und häuslicher Gottesverehrung, 1809-1816