103 Zitate und 3 Gedichte über Spott.

Verlästerung ist durch Moral langweilig gemachter Klatsch.

Oscar Wilde (1854 - 1900), eigentlich Oscar Fingal O'Flahertie Wills, irischer Lyriker, Dramatiker und Bühnenautor

Quelle: Wilde, Lady Windermeres Fächer (Lady Windermere’s Fan: A Play About a Good Woman), 1892; in: Oscar Wildes Sämtliche Werke in deutscher Sprache. Neunter Band,
Wiener Verlag, Wien und Leipzig 1908

Man kann über alles spötteln, weil alles eine Kehrseite hat.

Charles de Secondat, Baron de Montesquieu (1689 - 1755), Charles-Louis de Secondat, Baron de La Brède de Montesquieu, französischer Staatstheoretiker und Schriftsteller

Spott und Verachtung verwunden den Stolz des Menschen empfindlicher,
als Verabscheuung sein Gewissen foltert.

Friedrich von Schiller (1759 - 1805), Johann Christoph Friedrich Schiller, ab 1802 von Schiller, deutscher Arzt, Dichter, Philosoph und Historiker; gilt als einer der bedeutendsten deutschsprachigen Dramatiker und Lyriker

Quelle: Schiller, Theoretische Schriften. Was kann eine gute stehende Schaubühne eigentlich wirken, 1785

Was Gehalt und Bestand in sich hat, mag der Scherz umspielen, wie er will: es verfängt nicht. Nur wenn der Spott auf den Grund der Wahrheit trifft, kann er der Sache, gegen die er gerichtet ist, den Garaus machen.

Dorothea Schlegel (1764 - 1839), Dorothea Friederike Schlegel, geboren als Brendel Mendelssohn, deutsche Schriftstellerin, Frau von Karl Wilhelm Friedrich von Schlegel, Tochter Moses Mendelssohns; in Wien war sie Mittelpunkt eines literarischen Kreises, Übersetzerin

Sitze nicht, wo die Spötter sitzen, denn sie sind die elendesten unter allen Kreaturen.

Matthias Claudius (1740 - 1815), deutscher Dichter, Redakteur, Erzähler und Herausgeber des Wandsbecker Boten, Pseudonym Asmus

Quelle: Claudius, Asmus omnia sua secum portans, oder Sämtliche Werke des Wandsbecker Bothen, 1774-1812. An meinen Sohn Johannes 1799