1023 Zitate und 24 Gedichte über Sprache.

... und darum ist der Güter Gefährlichstes, die Sprache dem Menschen gegeben, damit er schaffend, zerstörend, und untergehened, und wiederkehrend zur ewiglebenden, zur Meisterin und Mutter, damit er zeuge, was er sei, geerbt zu haben, gelernt von ihr, ihr Göttlichstes, die allerhaltende Liebe.

Friedrich Hölderlin (1770 - 1843), Johann Christian Friedrich Hölderlin, deutscher evangelischer Theologe, Dramatiker und Lyriker (begann ab 1841 seine Gedichte mit ›Scardanelli‹ zu unterzeichnen)

Quelle: Hölderlin, Im Walde, nach der Großen Stuttgarter Ausgabe, Zuordnung und Genese jedoch sehr umstritten

Wie nahe Lebensweisheit und Lebensirrsinn beieinander liegen,
belegen die Sätze Alles in Maßen und Alles in Massen.

© Erhard Schümmelfeder (*1954), deutscher Erzieher und Schriftsteller

Quelle: Schümmelfeder, Denkzettel eines Zweiflers. Unzensierte Gedanken, 2013 (Erstausgabe 1991)

Mutter-Sprache, Vater-Land.
Seltsame Aufteilung.

© Walter Ludin (*1945), Schweizer Journalist, Redakteur, Aphoristiker und Buchautor, Mitglied des franziskanischen Ordens der Kapuziner