601 Zitate und 7 Gedichte über Staat, Volk.

Der Völker Herzen sind die Saiten,
durch die Gottes Hände gleiten.

Joseph von Eichendorff (1788 - 1857), Joseph Karl Benedikt Freiherr von Eichendorff, deutscher Dichter, Novellist und Dramatiker

Das Volk folgt nicht mehr, es bevölkert nur noch.

© Michael Richter (*1952), Dr. phil., deutscher Zeithistoriker und Aphoristiker

Quelle: Richter, Wortschatz, Mitteldeutscher Verlag 2007

Das scheinbar kränkste Volk kann der Gesundheit nahe sein, und ein scheinbar gesundes kann einen mächtig entwickelten Todeskeim in sich bergen, den erst die Gefahr an den Tag bringt.

Jacob Burckhardt (1818 - 1897), Jacob Christoph Burckhardt, Schweizer Humanist und Kulturhistoriker mit Schwerpunkt auf Europas Kunstgeschichte

Quelle: Burckhardt, Die Cultur der Renaissance in Italien. Ein Versuch, 1860. Sechster Abschnitt. Sitte und Religion

Staatschiffe, welche die Segel verloren, haben darum noch nicht die Anker eingebüßt.

Jean Paul (1763 - 1825), eigentlich Johann Paul Friedrich Richter, deutscher Dichter, Publizist und Pädagoge

Quelle: Jean Paul, Politische Fastenpredigten während Deutschlands Marterwoche, 1817. Zwielichter

In Fährden und in Nöten zeigt erst das Volk sich echt,
drum soll man nie zertreten sein gutes altes Recht.

Ludwig Uhland (1787 - 1862), deutscher Dichter, Literaturwissenschaftler, Jurist und Politiker, Abgeordneter der Frankfurter Nationalversammlung

Ein Volk wird für eine gesunde Zukunft erzogen durch seine beste Vergangenheit; und die Gegenwart soll das richtige Verhältnis zwischen beiden er- und vermitteln.

Julius Langbehn (1851 - 1907), genannt der Rembrandtdeutsche, deutscher Schriftsteller und Kulturkritiker

Quelle: Langbehn, Rembrandt als Erzieher, 1890 (90. Auflage 1936). Leitgedanken. Historische Ideale