580 Zitate und 7 Gedichte über Staat, Volk.

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Weh, wenn sich in dem Schoß der Städte
Der Feuerzunder still gehäuft,
Das Volk, zerreißend seine Kette,
Zur Eigenhilfe schrecklich greift!

Friedrich von Schiller (1759 - 1805), Johann Christoph Friedrich, ab 1802 von Schiller, deutscher Arzt, Dichter, Philosoph und Historiker; gilt als einer der bedeutendsten deutschsprachigen Dramatiker und Lyriker

Quelle: Schiller, Friedrich, Gedichte. Aus: Das Lied von der Glocke, 1799

Immer noch rathschlagt ihr, wie der Staat am besten zu modeln?
Fragt nur die Frauen! Sie sind's, die sich verstehn auf den Staat.

Ludwig Gotthard Kosegarten (1758 - 1818), auch Gotthart Ludwig Kosegarten, Ludwig Theobul Kosegarten u. a.m., deutscher Pastor, Professor und Dichter

Quelle: Kosegarten, Gedichte. Die Sprüche. Entstanden zwischen 1775 und 1790

Was nützen goldene Hände im eisernen Staat?

© Vytautas Karalius (*1931), litauischer Dichter, Aphoristiker und Übersetzer deutscher Lyrik

Wer auch immer vom Volk spricht, der spricht von einem Verrückten, denn es ist ein Monster voller Verwirrung und Irrtum, und, wie Ptolemäus sagt, seine Urteile kommen der Wahrheit nicht näher als Spanien Indien.

Francesco Guicciardini (1483 - 1540), italienischer Geschichtsschreiber und Staatsmann

Quelle: The Maxims of Francis Guicciardini. Translated by Emma Martin, Longman, Brown, Green, and Longmans, London 1845. Deutsche Übers. Aphorismen.de