68 Zitate und 7 Gedichte über Staunen.

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Du staunst, weil ein anderer etwas tut, das dir unbegreiflich ist? Wer weiß, ob du nicht heute noch etwas tust, das dir selbst unbegreiflich sein wird.

Marie von Ebner-Eschenbach (1830 - 1916), Marie Freifrau Ebner von Eschenbach, österreichische Erzählerin, Novellistin und Aphoristikerin

Quelle: Ebner-Eschenbach, Aus einem zeitlosen Tagebuch, 1916

Wer nicht staunen kann wie ein Kind,
muss sich langweilen wie ein Erwachsener.

© Karl Feldkamp (*1943), Supervisor und Kommunikationstrainer sowie freier Autor, schreibt Lyrik, Kurzprosa, Essay, Hörspiele, Satire und Rezensionen

Wer nicht staunen kann, geht blind durchs Leben.

© Otto Baumgartner-Amstad (1924 - 2022), Schweizer Beamter, Korrespondent des Nidwaldner Volksblattes und Volksbühnenautor

Es hieße lächerlich und ein Fremdling in der Welt sein, wenn man über irgendein Ereignis in seinem Leben staunen wollte.

Marc Aurel (121 - 180), römischer Kaiser und Philosoph, hieß bei Geburt Marcus Annius Catilius Severus; später Marcus Annius Verus; nach Adoption durch Kaiser Hadrianus: Marcus Aelius Aurelius Verus und nach Adoption durch Kaiser Antoninus Pius und als Kaiser: Marcus Aurelius Antoninus Augustus

Quelle: Marc Aurel, Selbstbetrachtungen (Τὰ εἰς ἑαυτόν), entstanden vermutlich 170-180 n. Chr. 12,13. Übersetzt von Albert Wittstock, 1879

Blickwispern füllt die Passagen.

Walter Benjamin (1892 - 1940), Walter Bendix Schoenflies Benjamin, deutscher Philosoph, Essayist, Literaturkritiker und Übersetzer, nahm sich auf der Flucht vor den Nationalsozialisten das Leben

Quelle: Benjamin, Das Passagen-Werk, entstanden 1927-1940, Erstdruck 1982 (posthum)

Er [Kükelhaus] lehrt uns, das Staunen wiederzufinden, den Anfang allen Denkens.

© Elmar Schenkel (*1953), Anglist, Autor, Übersetzer, Maler

Zitiert in: Kükelhaus, Bar El Paraiso. Reisetagebücher 1967-1979, hrsg. und mit einem Nachwort versehen von Elmar Schenkel, Edition Hamouda, Leipzig, 2017. Wiedergabe mit freundlicher Erlaubnis des Verlags