668 Zitate und 141 Gedichte über Sterben.

Ich lebe, ohne in mir zu leben und ein so erhabenes Leben erhoffe ich, daß ich sterbe, weil ich nicht sterbe.

Teresa von Avila (1515 - 1582), Teresa de Jesús, eigentlich Teresa de Cepeda y Ahumada, genannt Teresa die Große, spanische Mystikerin, reformierte den Karmeliterorden, katholische Heilige

Ich denke einen langen Schlaf zu tun, denn dieser letzten Tage Qual war groß. […]

Friedrich von Schiller (1759 - 1805), Johann Christoph Friedrich Schiller, deutscher Arzt, Dichter, Philosoph und Historiker; gilt als einer der bedeutendsten deutschsprachigen Dramatiker und Lyriker

Quelle: Schiller, Wallenstein (Trilogie), entst. 1796-1799; Erstdruck 1800. Wallensteins Tod, 1799. 5. Akt, 5. Auftritt, Wallenstein

Der Bettler scheidet ebenso schwer von seiner Armut,
als der König von seiner Herrlichkeit.

Friedrich von Schiller (1759 - 1805), Johann Christoph Friedrich Schiller, deutscher Arzt, Dichter, Philosoph und Historiker; gilt als einer der bedeutendsten deutschsprachigen Dramatiker und Lyriker

Quelle: Schiller, Der versöhnte Menschenfeind (unvollendet), 1790. Achte Scene, v. Hutten

Alle Pfade, die zum Leben führen, alle führen zum gewissen Grab.

Friedrich von Schiller (1759 - 1805), Johann Christoph Friedrich Schiller, deutscher Arzt, Dichter, Philosoph und Historiker; gilt als einer der bedeutendsten deutschsprachigen Dramatiker und Lyriker

Quelle: Schiller, Gedichte. Aus: Das Ideal und das Leben, 1795; erschien zuerst in den Horen 1795 unter dem Titel: "Das Reich der Schatten", später auch unter "Das Reich der Formen". In späteren Ausgaben fehlten einige Strophen, u.a. auch die, aus dem dieser Text stammt.

Wir müssen immer lernen, zuletzt auch noch sterben lernen.

Marie von Ebner-Eschenbach (1830 - 1916), Marie Freifrau Ebner von Eschenbach, österreichische Erzählerin, Novellistin und Aphoristikerin

Quelle: Ebner-Eschenbach, Aphorismen, 1911. Originaltext

Die Seele scheidet friedlich nun zum Himmel, da ich den Freunden Frieden gab auf Erden.

William Shakespeare (1564 - 1616), englischer Dichter, Dramatiker, Schauspieler und Theaterleiter

Quelle: Shakespeare, Richard III. (The Tragedy of King Richard the Third), um 1593, Erstdruck 1597, erste deutsche Übers. von Johann Joachim Eschenburg 1776. Hier übers. von August Wilhelm Schlegel, Johann Friedrich Unger, Berlin 1810

Nichts stand in seinem Leben ihm so gut,
Als wie er es verlassen hat; er starb
Wie einer, der sich auf den Tod geübt,
Und warf das Liebste, was er hatte, von sich,
Als wär's unnützer Tand.

William Shakespeare (1564 - 1616), englischer Dichter, Dramatiker, Schauspieler und Theaterleiter

Quelle: Shakespeare, Macbeth, um 1608, Erstdruck 1623, erste deutsche Übers. von Christoph Martin Wieland 1765. Hier übers. von Dorothea Tieck, Georg Andreas Reimer, Berlin 1832. Originaltext der Übersetzung. 1. Aufzug, 4. Szene Malcolm

Kein Leugnen hilft, kein Widerstreben,
wir müssen sterben, weil wir leben.

Wilhelm Busch (1832 - 1908), deutscher Zeichner, Maler und Schriftsteller

Quelle: Busch, Aphorismen, Reime und Sinnsprüche. Wir Kinder der Vergangenheit …