69 Zitate und 32 Gedichte über Sterne.

Seite: 9

Wenn das die Sternenkunst ist, will ich froh
Zu diesem heitern Glauben mich bekennen.
Es ist ein holder, freundlicher Gedanke,
Daß über uns, in unermeßnen Höhn,
Der Liebe Kranz aus funkelnden Gestirnen,
Da wir erst wurden, schon geflochten ward.

Friedrich von Schiller (1759 - 1805), Johann Christoph Friedrich Schiller, ab 1802 von Schiller, deutscher Arzt, Dichter, Philosoph und Historiker; gilt als einer der bedeutendsten deutschsprachigen Dramatiker und Lyriker

Quelle: Schiller, Wallenstein (Trilogie), entstanden 1796-1799; Erstdruck 1800. Die Piccolomini, 1799. 3. Akt, 4. Auftritt, Thekla

Die Sterne lenken das Schicksal der Menschen, Gott lenkt die Sterne.

Tycho Brahe (1546 - 1601), dänischer Astronom, bedeutendster Astronom vor Erfindung des Fernrohrs; entdeckte und deutete 1572 eine Supernova in der Kassiopeia, den Tychonischen Stern; erbaute auf der ihm 1576 überlassenen Insel Hven (Ven) im Sund die Sternwarte »Uranienborg«; ging 1599 als Hofastronom Kaiser Rudolfs II. nach Prag, wo J. Kepler sein Gehilfe wurde. Brahes präzise Messungen von Planetenörtern, insbesondere seine Marsbeobachtungen, ermöglichten Keplers Arbeiten über die Planetenbahnen.
© 2003 Bibliographisches Institut & F. A. Brockhaus

Von Berufs wegen greifen Astrologen nach fremden Sternen.

© Jacques Wirion (*1944), luxemburgischer Gymnasiallehrer und Aphoristiker

Quelle: Wirion, Hirnflöhe 7, erschienen in der Vierteljahreszeitschrift »Galerie«

Niemand kann sterben, außer mit Erlaubnis Gottes zum aufgezeichneten Termin.

Mohammed (um 570 - 632), arabisch: der Gepriesene, auch Mahomed, eigentlich Abul Kasim Muhammad Ibn Abdallah, arabischer Begründer des Islam

Am Himmel hoch erlosch im Licht ein Stern.

Joachim Ringelnatz (1883 - 1934), eigentlich Hans Bötticher, deutscher Lyriker, Erzähler und Maler

Quelle: Ringelnatz, J., Gedichte. Gedichte, Gedichte von Einstmals und Heute, 1934. Aus: Was ist Kunst?