86 Zitate über Sturheit.

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Vergebens klopfen Mahnungsworte
An des Verstockten Herzens Pforte,
Wenn nicht den Sinn, den sie enthüllt,
Sich sichtbar durch die Tat erfüllt.

Friedrich von Bodenstedt (1819 - 1892), Friedrich Martin von Bodenstedt, deutscher Philologe, Übersetzer und Intendant in Meiningen

Quelle: Bodenstedt, Aus dem Nachlasse Mirza-Schaffys, 1874

Jeder hält seinen Laden für den allerwichtigsten und ist nicht gesonnen,
auch nur den kleinsten Deut nachzugeben.

Kurt Tucholsky (1890 - 1935 (Freitod)), Pseudonyme: Kaspar Hauser, Peter Panter, Theobald Tiger, Ignaz Wrobel; dt. Schriftsteller, Journalist, Literatur- und Theaterkritiker der Zeitschrift "Die Schaubühne" (später umbenannt in "Die Weltbühne"), zählt zu den bedeutendsten Publizisten der Weimarer Republik

Quelle: Tucholsky, Werke 1907-1935. Die Grenze, in: Berliner Volkszeitung, 27.06.1920 (Peter Panter)

Wehe dem Menschen, dem ungläubigen und dem gläubigen, an dem im Geistigen nicht mehr zu rütteln ist.

Franz Werfel (1890 - 1945), österr. Schriftsteller jüdischer Herkunft, emigrierte 1938 nach Frankreich, 1940 in die USA

Quelle: Werfel, Zwischen Oben und Unten. Essays, 1946 (posthum). Theologumena, 113

Köpfchen, sofern man's hat, wird durch Starrköpfigkeit paralysiert.

© Rupert Schützbach (*1933), deutscher Aphoristiker und Epigrammdichter

Quelle: Schützbach, WeltAnschauung, Edition Töpfl 2004. Wiedergabe mit freundlicher Erlaubnis des Verlags