129 Zitate und 4 Gedichte über Tadel.

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Haltet's fest!

Die, so außer ihrem Adel haben weiter nichts als Tadel,
Sind mit Recht am meisten eitel auf den tadellosen Adel.

Wilhelm Müller (1794 - 1827), genannt Griechen-Müller, deutscher Liederdichter (Wander-, Müller-, Griechenlieder) und Philhellene

Quelle: Müller, Lyrische Reisen und epigrammatische Spaziergänge, 1827

Wenn man etwas tut, das verschwiegen werden müsste, wird die Tat selbst gescholten; tut man dagegen etwas Lobenswertes und verschweigt es nicht, wird man selbst kritisiert.

Plinius der Jüngere (um 61 - um 113), Gaius Plinius Caecilius Secundus, römischer Politiker und Schriftsteller, von seinem Onkel Plinius dem Älteren adoptiert

Quelle: Plinius der Jüngere, Briefe (Epistulae). Buch I, Brief 8: C. Plinius [Pompeio] Saturnino Suo S. Übers. Aphorismen.de
Originaltext: Ita, si silenda feceris, factum ipsum, si laudanda non sileas, ipse culpari

Wenn du klug bist, denke daran, vor deinen Gefährten zu verbergen, wessen du dich schämst, damit nicht viele das tadeln, was dir allein missfällt.

Disticha Catonis „Distichen Catos“, früher auch Dicta Catonis „Sprüche Catos“, lateinische Sammlung ethischer Vorschriften von unbekannter Autorschaft. Entstanden im 3. oder 4. Jhdt. n. Chr. Wurde dem älteren Cato zugeschrieben, weil sein Name den Inbegriff moralischer Autorität verkörperte

Quelle: Pseudo-Cato, Disticha Catonis. 2.7. Übers. Aphorismen.de
Originaltext: Quod pudeat, socios prudens celare memento, ne plures culpent id, quod tibi displicet uni