54 Zitate und 12 Gedichte über Tanz.

Wo immer der (die) Tanzende mit dem Fuß auftritt, da entspringt dem Staub ein Quell des Lebens.

Dschalal ad-Din Muhammad Rumi (1207 - 1273), zählt zu den bedeutendsten persischsprachigen Dichtern des Mittelalters und gilt als Mitbegründer der islamischen Mystik. Geboren in Balch im heutigen Afghanistan, lebte und wirkte er lange bis zu seinem Tod in Konya, der heutigen Türkei. Zu Zeiten Rumis wurde Anatolien im islamischen Raum, bezogen auf das Byzantinische Reich, als Rum (“[Ost-] Rom”) bezeichnet, daher der Beiname Rumi (Römer). Der Mevlevi-Derwisch-Orden geht auf ihn zurück; von seinen Derwischen und späteren Anhängern wird er Mevlana (Herr/Meister) genannt.

Tanzen ist die schönste Gelegenheit,
einander auf die Zehen zu treten.

© Walter Ludin (*1945), Schweizer Journalist, Redakteur, Aphoristiker und Buchautor, Mitglied des franziskanischen Ordens der Kapuziner

Es ist aber solches Tanzen und Lust darzu nichts anders als eine Anzeigung äußerster Leichtfertigkeit, Zunder zu aller Üppigkeit, Reitzung zur Unzucht, der Schamhaftigkeit zu wider, Ehrbarkeit abhold.

Pseudo-Abraham a Sancta Clara Nach dem Tod von Abraham a Sancta Clara (1644-1709) wurden diesem mit Centi-folium stultorum in Quarto (1709) und Mercurialis oder Wintergrün (1733) zwei Werke untergeschoben, die heute als unecht gelten

Quelle: Pseudo-Abraham a Sancta Clara, Centi-Folium stultorum in Quarto, 1709. Tantz-Narr

Der Tanz ist ein Gedicht und jede seiner Bewegungen ist ein Wort.

Mata Hari (1876 - 1917 (erschossen wegen Spionage für Deutschland)), eigentlich Margaretha Geertruida Zella, holländische Tänzerin

Der Tanz ist die Wiege des Kusses.

Carl Ludwig Schleich (1859 - 1922), deutscher Arzt, Erfinder der Anästhesie und Schriftsteller

Quelle: Schleich, Erlebtes, Erdachtes, Erstrebtes, 1928