66 Zitate über Tapferkeit.

Seite: 2

Der tapfere Mensch teilt nur das Gute mit dem anderen, das Schlimmste behält er für sich und das Leiden ist eine Privatangelegenheit.

Peter Rosegger (1843 - 1918), Pseudonym P. K., Petri Kettenfeier, österreichischer Volksschriftsteller und Erzähler, Autodidakt, begann als Wanderschneider

Tapferkeit für eine armselige Sache ist der Gipfel der Einfalt.

Herman Melville (1819 - 1891), US-amerikanischer Erzähler und Novellist

Quelle: Melville, Israel Potter, 1855

Der wahrhaft Tapfere fürchtet kein Urteil, es sei denn das des eigenen Gewissens.

Erich Mühsam (1878 - 1934 (ermordet im KZ Oranienburg)), dt. Schriftsteller, Anarchist und Pazifist, Hg. der Zeitschriften "Kain" und "Fanal"

Quelle: Mühsam, Lyrik und Prosa, Sammlung 1898-1928, Berlin 1928. Zweiter Teil, Prosa. Brevier für Menschen. Tapferkeit

Nicht prahlen, daß man tapfer sei,
Nein, tapfer muß man tun.

Gottfried August Bürger (1747 - 1794), deutscher Dichter, Theologe und Jurist

Quelle: Bürger, G. A., Gedichte. Aus: Straflied beim schlechten Kriegsanfange der Gallier

Der Mann ist tapfer, wenn nicht von Natur,
so doch aus Furcht – vor Spott.

Carl Ludwig Schleich (1859 - 1922), deutscher Arzt, Erfinder der Anästhesie und Schriftsteller

Quelle: Schleich, Die Weisheit der Freude, 1921

Wer durch Tapferkeit einem andern dient, der muß zum Sterben bereit sein. Wer aber, ehe er ans Sterben geht, vom Sterben spricht, der kommt nicht in Betracht; denn obwohl ihn der Fürst kennt, ist es doch gerade so, als kennte er ihn nicht.

Lü Bu We (Lü Buwei) (um 300 - 235 v. Chr. (Freitod im Kerker)), auch Lü Bu-wei, Lü Puwei oder Lü Pu-wei, chinesischer Kaufmann, Politiker und Philosoph, veranlasste als Gönner der Gelehrten seiner Zeit die Abfassung einer Schrift der "vermischten Schulen" mit dem Titel "Frühling und Herbst des Lü Buwei"

Quelle: Lü Bu We, Frühling und Herbst des Lü Bu We (Lüshi chunqiu), 239 v. Chr.; übersetzt von Richard Wilhelm 1928. Zweiter Teil. Buch XXIII - Gui Dschï Lun. 3. Kapitel: Kenntnis der Veränderungen / Dschï Hua

Und in der Tat war er, was insbesondere höchst schwierig zu vereinigen ist, sowohl persönlich tapfer im Kampf, als auch tüchtig im Rat: Vorzüge, deren einer meist aus Vorsicht Furcht, der andere aus Kühnheit Tollkühnheit zu erzeugen pflegt.

Sallust (86 - um 35 v. Chr.), eigentlich Gaius Sallustius Crispus, römischer Geschichtsschreiber und Politiker

Quelle: Sallust, Über den Krieg gegen Jugurtha (De bello Iugurthino). Übersetzt von Karl Cless, 1855

Wer tapfer ist, ist ohne Furcht, wer ohne Furcht ist, ist ohne Traurigkeit; wer ohne Traurigkeit ist, ist glücklich.

Lucius Annaeus Seneca (ca. 4 v. Chr. - 65 n. Chr.), genannt Seneca der Jüngere; römischer Philosoph, Stoiker, Schriftsteller, Naturforscher und Politiker; Selbsttötung auf Geheiß seines ehem. Schülers Nero (Römischer Kaiser von 54 - 68)

Quelle: Seneca, Briefe an Lucilius (Epistulae morales ad Lucilium), 62 n. Chr. 85. Brief. Übersetzt von Otto Apelt (1924)
Originaltext: Qui fortis est, sine timore est; qui sine timore est, sine tristitia est; qui sine tristitia est, beatus est