119 Zitate und 6 Gedichte über Theater.

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Die Gerichtsbarkeit der Bühne fängt an, wo das Gebiet der weltlichen Gerichte sich endigt.

Friedrich von Schiller (1759 - 1805), Johann Christoph Friedrich Schiller, ab 1802 von Schiller, deutscher Arzt, Dichter, Philosoph und Historiker; gilt als einer der bedeutendsten deutschsprachigen Dramatiker und Lyriker

Quelle: Schiller, F., Theoretische Schriften. Was kann eine gute stehende Schaubühne eigentlich wirken? Vorlesung,
gehalten zu Mannheim in der öffentlichen Sitzung der kurpfälzischen deutschen Gesellschaft am 26. des Junius 1784

Komödien verlangen Komödianten,
Lustspiele lediglich lustige Spieler.

© Gerd W. Heyse (1930 - 2020), auch: Ernst Heiter, deutscher Schriftsteller und Aphoristiker

Quelle: Heyse, Der Hund des Nachbarn bellt immer viel lauter, Eulenspiegel-Verlag 1984

"Machen Sie doch Licht", schrie der Zuschauer.
"Mir wird hier ganz Angst und Bange so allein!"

© Michail Genin (1927 - 2003), russischer Aphoristiker, veröffentlichte seit 1964 in der satirischen Zeitschrift »Krokodil«, seit 1970 ständiger Autor der »Literaturnaja Gaseta« und der Zeitung »Moskowski Komsomolez«, war Vorsitzender der Autorensektion des Moskauer Aphorismen-Clubs.

Quelle: Genin, Unewige Gedanken. Wiedergabe mit freundlicher Erlaubnis seines Sohnes Vladimir Genin und des Übersetzers, Peter Ott

Das einzige Bindeglied zwischen Literatur und Theater, das wir heute noch haben, ist das Programmheft.

Oscar Wilde (1854 - 1900), eigentlich Oscar Fingal O'Flahertie Wills, irischer Lyriker, Dramatiker und Bühnenautor

Generäle sollte man an die Front und Theaterregisseure ins Parkett schicken.

© Markus M. Ronner (*1938), Schweizer Theologe, Autor und Aphoristiker

Quelle: Ronner, Zitaten-Lexikon des 20. Jahrhunderts, Carta 1998 (2. Auflage: Orell Füssli 2003)

Manche Theaterbesucher glauben, mit dem bezahlten Sitz sich auch Verständnis erkauft zu haben.

Rudolf Tyrolt (1848 - 1929), österreichischer Schauspieler und Schriftsteller

Quelle: Tyrolt, Theater und Schauspieler, 1927

Beim Theater gibt es keine Freundschaft, keine Feindschaft. Braucht man jemanden, holt man ihn vom Galgen herunter.

Rudolf Tyrolt (1848 - 1929), österreichischer Schauspieler und Schriftsteller

Quelle: Tyrolt, Theater und Schauspieler, 1927