119 Zitate und 6 Gedichte über Theater.

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Am Gespenste des Hamlet richten sich die Haare zu Berge, sie mögen ein gläubiges oder ungläubiges Gehirn bedecken.

Gotthold Ephraim Lessing (1729 - 1781), deutscher Schriftsteller, Kritiker und Philosoph der Aufklärung

Quelle: Lessing, Hamburgische Dramaturgie, 1767-69

Auf der Tribüne herrscht das Gefühl, in der Presse der Gedanke vor.

Louis Marie de la Haye, Vicomte de Cormenin (1788 - 1868), französischer Jurist und politischer Pamphletist

Quelle: Cormenin, Buch der Redner (Livre des orateurs), 1843

Welttheater: Jeder spielt seine Rolle;
es spielt keine Rolle, welche.

© Walter Ludin (*1945), Schweizer Journalist, Redakteur, Aphoristiker und Buchautor, Mitglied des franziskanischen Ordens der Kapuziner

Ein gutes Theaterstück führt sich selbst auf…

© Elmar Kupke (1942 - 2018), deutscher Aphoristiker und Stadtphilosoph

Quelle: Kupke, Der Stadtphilosoph 2, 1992

Auf unseren Bühnen hat Ungeschmack
Die holde Muse vertrieben.
Sie spielen dir auf dem Dudelsack,
Was du für Flöte geschrieben.

Paul Heyse (1830 - 1914), eigentlich Paul Johann Ludwig von Heyse, deutscher Romanist, Novellist und Übersetzer, Nobelpreisträger für Literatur 1910

Quelle: Heyse, Spruchbüchlein, 1885

So gewiß sichtbare Darstellung mächtiger wirkt als toter Buchstabe und kalte Erzählung, so gewiß wirkt die Schaubühne tiefer und daurender als Moral und Gesetze.

Friedrich von Schiller (1759 - 1805), Johann Christoph Friedrich Schiller, ab 1802 von Schiller, deutscher Arzt, Dichter, Philosoph und Historiker; gilt als einer der bedeutendsten deutschsprachigen Dramatiker und Lyriker

Quelle: Schiller, F., Theoretische Schriften. Was kann eine gute stehende Schaubühne eigentlich wirken?, 1784. Originaltext