119 Zitate und 6 Gedichte über Theater.

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Das Theater ist der Exerzierplatz der Öffentlichkeit.

© Billy (1932 - 2019), eigentlich Walter Fürst, Schweizer Aphoristiker

Quelle: Billy, Aphoretum – Gesammelte Aphorismen, 2010

Es gibt Hörspiele und Sehspiele; andere riecht man schon von weitem.

© Gerd W. Heyse (1930 - 2020), auch: Ernst Heiter, deutscher Schriftsteller und Aphoristiker

Quelle: Heyse, Gehirntestate, Eulenspiegel Verlag 1981

Uraufführung: Zuerst macht das Orchester Lärm,
dann schlägt das Publikum Krach.

© Hans-Jürgen Quadbeck-Seeger (*1939), Prof. Dr., deutscher Chemiker, Mitglied der Enquête-Kommission für Gentechnik des Deutschen Bundestages, wurde für sein Engagement mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet

Quelle: Quadbeck-Seeger, Im Labyrinth der Gedanken: Aphorismen und Definitionen, Books on Demand 2006

Eine Opernbühne ist der einzige Platz,
wo ein Erstochener zu singen anfängt.

© Willy Meurer (1934 - 2018), deutsch-kanadischer Kaufmann, Aphoristiker und Publizist, M.H.R. (Member of the Human Race), Toronto

Staphi über Theater: "Großer Beifall ist nur zuviel Kunstmüdigkeit des Publikums…"

© Elmar Kupke (1942 - 2018), deutscher Aphoristiker und Stadtphilosoph

Quelle: Kupke, Der Stadtphilosoph 2, 1992

Er gehört [...] zu denjenigen Werken, denen gegenüber nur das Publikum durchfallen kann [...].

Friedrich Hebbel (1813 - 1863), Christian Friedrich Hebbel, deutscher Dramatiker und Lyriker

Quelle: Hebbel, F., Kritiken. Mit Bezug auf den "Zerbrochnen Krug" von Heinrich von Kleist, 1840

Das ganze Inferno des Dante ist recht eigentlich eine Apotheose der Grausamkeit, und hier, im vorletzten Gesange, wird besagterweise noch die Ehr- und Gewissenlosigkeit dazu verherrlicht.

Arthur Schopenhauer (1788 - 1860), deutscher Philosoph

Quelle: Schopenhauer, Parerga und Paralipomena, 2 Bde., 1851. Zweiter Band. Kapitel 19. Zur Metaphysik des Schönen und Ästhetik