235 Zitate und 43 Gedichte über Tier.

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Ein warmes Gefühl für die Leiden der Tiere ist immer ein Zeichen hoher Zivilisation.

Selma Lagerlöf (1858 - 1940), Selma Ottilia Lovisa Lagerlöf, schwedische Schriftstellerin und Kinderbuchautorin, Nobelpreisträgerin für Literatur 1909

Schildkröten führen nichts im Schilde außer sich selbst.

© Ulrich Erckenbrecht (*1947), deutscher Schriftsteller und Aphoristiker (Pseudonym: Hans Ritz)

Quelle: Erckenbrecht, Divertimenti. Wortspiele, Sprachspiele, Gedankenspiele, Muriverlag 1999

So baut ihr Nester, Vögel, nicht für euch.
So tragt ihr Wolle, Schafe, nicht für euch.
So macht ihr Honig, Bienen, nicht für euch.
So zieht ihr Pflüge, Rinder, nicht für euch.

Vergil (70 v. Chr. - 19 n. Chr.), selten Virgil, eigentlich Publius Vergilius Maro, römischer Epiker

In »Leben des Virgil«, das von Donatus überliefert wurde, berichtet er, dass Vergil einst ein anonymes Distichon für Augustus an dessen Palast geheftet hatte. Ein Dichterling gab sich für dessen Verfasser aus und wurde reich belohnt, worauf Vergil viermal untereinander "sic vos non vobis" an den Palast schrieb. Augustus forderte einige Dichter auf, die Verse zu vervollständigen, was aber keinem gelang. Virgil tat es und brachte damit auch seine Autorschaft für das erste Distichon an den Tag.

Tiere benehmen sich nie unmenschlich

© Anke Maggauer-Kirsche (*1948), deutsche Lyrikerin, Aphoristikerin und ehemalige Betagtenbetreuerin in der Schweiz

Quelle: Maggauer-Kirsche, Ganz schön rot geworden. Aphorismen, Brunner Verlag 1998

Wenn Menschen bei Tieren zu Gast sind, ist Gott immer dabei.

© Billy (1932 - 2019), eigentlich Walter Fürst, Schweizer Aphoristiker

Quelle: Billy, Wir Kleindenker – Ein Plädoyer für die Einfalt und Vielfalt des Denkens, Books on Demand 2006