118 Aphorismen und 57 Gedichte über Tod, tot aus der Zeit 20. Jahrhundert (Moderne, Nachkrieg, Wende).

Daß wir erschraken, da du starbst, nein,
daß dein starker Tod uns dunkel unterbrach,
das Bisdahin abreißend vom Seither:
das geht uns an; das einzuordnen wird
die Arbeit sein, die wir mit allem tun.

Rainer Maria Rilke (1875 - 1926), René Karl Wilhelm Johann Josef Maria, österreichischer Erzähler und Lyriker

Aus dem Requiem für Paula Modersohn-Becker, geschrieben in Paris, 31. Oktober bis 2. November 1908

Da man in das Leben sich hat fügen müssen, wieviel leichter sollte man sich in den Tod fügen können.

Wilhelm Raabe (1831 - 1910), deutscher Erzähler (Pseudonym: Jakob Corvinus), einer der wichtigsten Vertreter des poetischen Realismus

Es strebe zu dir meiner Seele Liebe,
es ströme zu dir meiner Liebe Sinn.

Rudolf Steiner (1861 - 1925), Rudolf Joseph Lorenz, österr. Esoteriker, Philosoph und Begründer der Anthroposophie