55 Aphorismen über Trägheit.

Mißverständnisse und Trägheit machen vielleicht mehr Irrungen in der Welt als List und Bosheit.

Johann Wolfgang von Goethe (1749 - 1832), gilt als einer der bedeutendsten Repräsentanten deutschsprachiger Dichtung

Quelle: Goethe, Die Leiden des jungen Werther, 1774; hier in der zweiten Fassung von 1787. Originaltext. 1. Buch

Der Hunger würzt die Mahlzeit.
Müdigkeit schnarcht auf dem Stein,
Und Trägheit findet hart das Daunenbett.

William Shakespeare (1564 - 1616), englischer Dichter, Dramatiker, Schauspieler und Theaterleiter

Quelle: Shakespeare, Cymbeline (The Tragedie of Cymbeline), um 1610, Erstdruck 1623, erste deutsche Übersetzung von Johann Joachim Eschenburg 1777. Hier übers. von Dorothea Tieck, 1832

Trägheit ist ein Resultat des Stolzes,
Arbeit eine Folge der Eitelkeit.

Charles de Secondat, Baron de la Brède et de Montesquieu (1689 - 1755), französischer Staatstheoretiker und Schriftsteller

Quelle: Montesquieu, Vom Geist der Gesetze (De L'esprit des Loix), 1748; in der Richterischen Buchhandlung, Altenburg 1782

Seid nicht träge in dem, was ihr tun sollt. Seid brennend im Geist. Dient dem Herrn.

Bibel Griechisch tà biblia, Die Bücher, Buch der Bücher, Heilige Schrift, das Wort Gottes, durch Kirchenvater Chrysostomus im 4. Jh. eingeführter Name des Religionsbuches der Christenheit. Der Text folgt der Lutherbibel, revidierter Text 1984, durchgesehene Ausgabe, © 1999 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart. Wiedergabe mit freundlicher Genehmigung des Verlags

Quelle: Neues Testament. Der Brief des Paulus an die Römer (#Röm 12,11)

Der größte Feind des Fortschritts ist nicht der Irrtum, sondern die Trägheit.

Henry Thomas Buckle (1821 - 1862), englischer Historiker

Quelle: »Geschichte der Civilisation in England (History of Civilization in England)«, 1858-1861. Deutsch von Arnold Ruge. Winter, Leipzig 1901

Schwerfällige fallen leicht.

© Manfred Hinrich (1926 - 2015), Dr. phil., deutscher Philosoph, Philologe, Lehrer, Journalist, Kinderliederautor, Aphoristiker und Schriftsteller

Der moderne Mensch ist leicht zu lenken, aber nur schwer zu etwas zu bewegen.

© Ernst Ferstl (*1955), österreichischer Lehrer, Dichter und Aphoristiker

Quelle: Ferstl, einfach kompliziert einfach, 1995