157 Zitate und 22 Gedichte über Tränen.

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Kreuz keltert Thränen.

Unbekannt

Quelle: Forck (Hg.), Urväter-Hausrath in Spruch und Lehre, 1885. Inschrift auf einem Reliquienkästchen

Tränen: Regen der Gefühle.

© Otto Baumgartner-Amstad (*1924), Schweizer Beamter, Korrespondent des Nidwaldner Volksblattes und Volksbühnenautor

Durch Tränen sieht man keine menschlichen Fehler – Tränen waschen jeden Flecken weg. Der Unglückliche drückt in einem höhern Gleichheitsgefühl jeden aufrichtig und warm an das müde, liebende Herz.

Novalis (1772 - 1801), eigentlich Georg Philipp Friedrich Leopold Freiherr von Hardenberg, deutscher Lyriker

Quelle: Novalis, Schriften, 4 Bde., hg. von Paul Kluckhohn und Richard Samuel, Leipzig 1929. Brief vom 22. März 1797

Geisterrufe verklingen
im Dome der Zeit,
es kämpft mit dem Heute
die Ewigkeit.

Julius Langbehn (1851 - 1907), genannt der Rembrandtdeutsche, deutscher Schriftsteller und Kulturkritiker

Quelle: Langbehn, 40 Lieder von einem Deutschen, 1891. Aus: Tränenlos

Tränen, seelische Entsorgungsflüssigkeit.

© Manfred Hinrich (1926 - 2015), Dr. phil., deutscher Philosoph, Philologe, Lehrer, Journalist, Kinderliederautor, Aphoristiker und Schriftsteller