158 Zitate und 22 Gedichte über Tränen.

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Die ersten Tränen der Kinder sind Bitten. Wenn man nicht acht darauf gibt, so werden sie bald Befehle.

Jean-Jacques Rousseau (1712 - 1778), Genfer Schriftsteller, Philosoph und Pädagoge; wichtiger Wegbereiter der Französischen Revolution

Tränen verdampfen auf Wut
zu kriegerischen Illusionen.

© Michael Richter (*1952), Dr. phil., deutscher Zeithistoriker und Aphoristiker

Quelle: Richter, Wortschatz, Mitteldeutscher Verlag 2007

Ungeweinte Tränen fließen länger.

© Manfred Hinrich (1926 - 2015), Dr. phil., deutscher Philosoph, Philologe, Lehrer, Journalist, Kinderliederautor, Aphoristiker und Schriftsteller

Die Zähre spricht, was bang der Mund verschweigt.

Johann Matthias Firmenich-Richartz (1808 - 1889), deutscher Germanist und Dichter

Quelle: Firmenich-Richartz, Clotilda Montaleri. Romantische Tragödie in 5 Aufzügen, 1840

Bisweilen haben Tränen das Gewicht von gesprochenen Worten.

Ovid (43 v. Chr. - 17 n. Chr.), eigentlich Publius Ovidius Naso, römischer Epiker

Quelle: Ovid, Briefe vom Schwarzen Meer (Epistulae ex Ponto), nach seiner Verbannung von 12 bis 17 n. Chr. 3, 1, 158
Originaltext: Interdum lacrimae pondera vocis habent