29 Zitate und 1 Gedicht über Tragik, Drama.

Tragik und Komik haben eine gemeinsame Wurzel: die Inkongruenz der Dinge.

© Ernst Reinhardt (*1932), Dr. phil., Schweizer Publizist und Aphoristiker

Quelle: Reinhardt, Gedankensprünge. Aphorismen, Friedrich Reinhardt Verlag 2003

Aufrichtig ist die wahre Melpomene,
Sie kündigt nichts als eine Fabel an
Und weiß durch tiefe Wahrheit zu entzücken;
Die falsche stellt sich wahr, um zu berücken.

Friedrich von Schiller (1759 - 1805), Johann Christoph Friedrich Schiller, ab 1802 von Schiller, deutscher Arzt, Dichter, Philosoph und Historiker; gilt als einer der bedeutendsten deutschsprachigen Dramatiker und Lyriker

Quelle: Schiller, F., Briefe. An Goethe, als er den »Mahomet« von Voltaire auf die Bühne brachte, 1800

Denn die Natur des Dramas duldet den Finger des Ungefährs oder der unmittelbaren Vorsehung nicht.

Friedrich von Schiller (1759 - 1805), Johann Christoph Friedrich Schiller, ab 1802 von Schiller, deutscher Arzt, Dichter, Philosoph und Historiker; gilt als einer der bedeutendsten deutschsprachigen Dramatiker und Lyriker

Quelle: Schiller, Die Verschwörung des Fiesco zu Genua, 1782. Vorrede

Das gerade scheint mir das Große und Herrliche an der strengen Tragödie zu sein: sie entsteht aus dem tiefsten Leiden und bejaht doch das Leben mit dem höchsten Jauchzen.

Paul Ernst (1866 - 1933), deutscher Essayist, Novellist, Dramaturg, Versepiker

Quelle: Ernst, Der Weg zur Form. Abhandlungen über die Technik, vornehmlich der Tragödie und Novelle, 1928 (EA: 1906)

Innere Freiheit und äußere Notwendigkeit, dies sind die beiden Pole der tragischen Welt.

August Wilhelm von Schlegel (1767 - 1845), deutscher Philosoph und Schriftsteller, zusammen mit seinem Bruder Friedrich Schlegel gilt er als Mitbegründer der deutschen Romantik

Quelle: Schlegel, Vorlesungen über dramatische Kunst und Literatur, 3 Bde., 1809-1811

Man kann ein Drama durch Kürzen verlängern.

Friedrich Hebbel (1813 - 1863), Christian Friedrich Hebbel, deutscher Dramatiker und Lyriker

Quelle: Hebbel, Tagebücher. Nach der historisch-kritischen Ausgabe von R. M. Werner, 4 Bde., 1903-04. Tagebuch N. 4, 1850-1854