26 Zitate und 1 Gedicht über Tragik, Drama.

Seite: 2

Innere Freiheit und äußere Notwendigkeit, dies sind die beiden Pole der tragischen Welt.

August Wilhelm von Schlegel (1767 - 1845), deutscher Philosoph und Schriftsteller, zusammen mit seinem Bruder Friedrich Schlegel gilt er als Mitbegründer der deutschen Romantik

Quelle: Schlegel, Vorlesungen über dramatische Kunst und Literatur, 3 Bde., 1809-1811

Man kann ein Drama durch Kürzen verlängern.

Friedrich Hebbel (1813 - 1863), Christian Friedrich Hebbel, deutscher Dramatiker und Lyriker

Quelle: Hebbel, Tagebücher. Nach der historisch-kritischen Ausgabe von R. M. Werner, 4 Bde., 1903-04. Tagebuch N. 4, 1850-1854

Tragik ist, wenn man auch noch auf der Verliererstraße überholt wird.

© Gerhard Uhlenbruck (*1929), deutscher Immunbiologe und Aphoristiker

Quelle: Uhlenbruck, Widersprüche zum Widersprechen, Ralf Reglin Verlag, Köln 2009

Dramatiker sind Leute, die sich aufführen, als ob sie aufgeführt würden.

Joachim Ringelnatz (1883 - 1934), eigentlich Hans Bötticher, deutscher Lyriker, Erzähler und Maler

Quelle: Ronner, Die treffende Pointe, Ott Verlag 1974 (3. Auflage 1979)

Die Tragödie liegt bisweilen gerade darin,
daß sie nicht erkannt wird.

© Leonid Leonidow russischer Aphoristiker

Quelle: Genin, Samowahrheiten – Aphorismen aus der Sowjetunion, Eulenspiegel Verlag, Berlin 1982

Mein höchster Begriff vom Drama ist rastlose Handlung.

Johann Wolfgang von Goethe (1749 - 1832), gilt als einer der bedeutendsten Repräsentanten deutschsprachiger Dichtung

Quelle: Goethe, J. W., Briefe. An Philipp Christoph Kayser, 23. Januar 1786

Wenn das Individuum – wie Hebbel sagt – letzten Endes komisch ist – und es ist komisch –, so ist die Tragödie die höchste Form der Komödie.

Christian Morgenstern (1871 - 1914), deutscher Schriftsteller, Dramaturg, Journalist und Übersetzer

Quelle: Morgenstern, Stufen. Eine Entwicklung in Aphorismen und Tagebuch-Notizen, 1918 (posthum). 1907