161 Aphorismen und 115 Gedichte über Trennung.

Weiber, die in der Jugend Charakter haben, werden Schälke, wenn die Liebhaber sich verlieren.

Johann Wolfgang von Goethe (1749 - 1832), gilt als einer der bedeutendsten Repräsentanten deutschsprachiger Dichtung

Quelle: Goethe, Gespräche. Mit Friedrich Wilhelm Riemer, 27. April 1814

Was nicht zusammen kann
Bestehen, tut am besten sich zu lösen.

Friedrich von Schiller (1759 - 1805), Johann Christoph Friedrich, deutscher Arzt, Dichter, Philosoph und Historiker; gilt als einer der bedeutendsten deutschsprachigen Dramatiker und Lyriker

Quelle: Schiller, Die Jungfrau von Orleans. Eine romantische Tragödie, 1801. 2. Akt, 2. Auftritt, Lionel

Der Trennung Zeit ist böse Zeit,
Doch sie wird drum verrinnen.
Traun, wer nicht will von dannen gehn,
Der bringt sich selbst ums Wiedersehn –
All Leid hat seine Freude

Theodor Fontane (1819 - 1898), dt. Schriftsteller, Journalist, Erzähler und Theaterkritiker

Quelle: Fontane, Gedichte. Aus: Von der schönen Rosamunde, entstanden 1895, erstmals veröffentlicht 1905

Trennung verringert mittelmäßige Leidenschaften und vergrößert starke, wie der Wind Kerzen auslöscht und Glut entfacht.

François VI. Duc de La Rochefoucauld (1613 - 1680), franz. Offizier, Diplomat und Schriftsteller

Quelle: Die französischen Moralisten. Die Aphorismenbücher in vollständiger Gestalt. Verdeutscht und herausgegeben von Fritz Schalk, Dietrich'sche Verlagsbuchhandlung zu Leipzig, 1938

Sitzenlassen ist immer billiger als Heiraten.

Johann Nepomuk Nestroy (1801 - 1862), österreichischer Dramatiker, Schauspieler und Bühnenautor