228 Zitate und 61 Gedichte über Trost.

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Das Ungeheure betäubt jeden Geist, aber es ist in der Gewalt des Geistes, diese Lähmung wieder von sich abzuschütteln. Unsere Lähmung von uns abzuschütteln, um das geht es jetzt. Das völlig Unfaßliche ist Ereignis geworden; wir erlebens und fassen es nicht, werden es durchstehen, und es wird gewesen sein, wie ein dunkler Traum. …

Hugo von Hofmannsthal (1874 - 1929), österr. Lyriker, Dramatiker, Erzähler; gilt als einer der wichtigsten Repräsentanten des deutschsprachigen Fin de Siècle und der Wiener Moderne. Mitbegründer der Salzburger Festspiele; Librettist für Richard Strauss' Opern

Quelle: Hofmannsthal, Essays, Reden, Vorträge. Appell an die oberen Stände, Erstdruck in: Neue Freie Presse, Wien 8.9.1914

Ein altes Wort sagte, die Lieblinge der Götter seien's, die sie in blühender Jugend von der Erde fortnähmen.

Wilhelm Jensen (1837 - 1911), deutscher Schriftsteller und Redakteur

Quelle: Jensen, Gradiva. Ein pompejanisches Phantasiestück, 1903. Originaltext

Indem man sich beklagt, tröstet man sich.

Alfred de Musset (1810 - 1857), französischer Dichter, Novellist und Dramatiker, Verfasser nihilistischer und frivoler Werke

Quelle: Musset, Poésies Nouvelles – 1836-1852. Aus: La nuit d'octobre, La Muse. Übersetzung Aphorismen.de

Heilige Herrin meines Lebens, dein Name lautet ›Trost und Erbarmen‹.
Wehe mir, wenn ich dich nicht hätte; wohl mir, dass ich dich habe.

Carl Spitteler (1845 - 1924), Pseudonym Carl Felix Tandem. Schweizer Dichter und Romanautor, Nobelpreisträger für Literatur 1919 (verliehen 1920)

Quelle: Spitteler, Imago, 1906