82 Zitate und 3 Gedichte über Tyrannei.

Lasst uns Pfähle mit Köpfen machen, sagte der Tyrann.

© Michael Richter (*1952), Dr. phil., deutscher Zeithistoriker und Aphoristiker

Quelle: Richter, Wortschatz, Mitteldeutscher Verlag 2007

Einen Tyrannen zu hassen vermögen auch knechtische Seelen,
Nur wer die Tyrannei hasset, ist edel und groß.

Friedrich von Schiller (1759 - 1805), Johann Christoph Friedrich Schiller, ab 1802 von Schiller, deutscher Arzt, Dichter, Philosoph und Historiker; gilt als einer der bedeutendsten deutschsprachigen Dramatiker und Lyriker

Quelle: Schiller, F., Gedichte. Xenien und Votivtafeln aus dem Nachlaß, in: Xenien 1796. Aus: Der Gegner

Wo ist das Volk, das kühn von Tat,
Der Tyrannei den Kopf zertrat?

Johann Friedrich Leopold Duncker (um 1770 - 1842), preußischer Beamter, Schriftsteller und Dichter

Aus: Borussia (Chant national prussien)

Wenn die Völker keinen Tyrannen haben,
tritt die öffentliche Meinung an ihre Stelle.

Edward Bulwer-Lytton (1803 - 1873), Edward George Bulwer-Lytton, 1. Baron Lytton, englischer Schriftsteller und Politiker

Wo es keine Sklaven gibt, da gibt es auch keine Tyrannen.

Johann Gottfried Seume (1763 - 1810), deutscher Schriftsteller, unternahm 1801/02 seine berühmte Fußreise nach Sizilien (»Spaziergang nach Syrakus«)

Als Dyonys aufhörte, ein Tyrann zu sein,
Da ward er ein Schulmeisterlein.

Christian Friedrich Daniel Schubart (1739 - 1791), deutscher Dichter und Musiker, Organist und Kapellmeister am württembergischen Hof in Ludwigsburg, wurde wegen seiner offenen Meinungsäußerung und Polemik als Gegner der absolutistischen Ordnung vom Herzog von Württemberg 1777-1787 auf der Festung Hohenasperg gefangen gehalten

Quelle: Schubart, C. F. D., Gedichte. Mit diesem Epigramm verspottete Schubart den Herzog Karl Eugen von Württemberg und saß dafür ein Strafe von zehn Jahren auf der Festung Hohenasperg ab

An alle Himmel schreib' ichs an,
die diesen Ball umspannen:
Nicht der Tyrann ist ein schimpflicher Mann,
aber der Knecht des Tyrannen.

Christian Morgenstern (1871 - 1914), deutscher Schriftsteller, Dramaturg, Journalist und Übersetzer

Quelle: Morgenstern, C., Gedichte. Melencolia. 8. Allen Knechtschaffenen