184 Zitate und 5 Gedichte über Undankbarkeit.

Der Undank ist immer eine Art Schwäche. Ich habe nie gesehen, daß tüchtige Menschen wären undankbar gewesen.

Johann Wolfgang von Goethe (1749 - 1832), gilt als einer der bedeutendsten Repräsentanten deutschsprachiger Dichtung

Quelle: Goethe, Maximen und Reflexionen. Aphorismen und Aufzeichnungen. Nach den Handschriften des Goethe- und Schiller-Archivs hg. von Max Hecker, Verlag der Goethe-Gesellschaft, Weimar 1907. Aus Kunst und Altertum, 4. Bandes 2. Heft, 1823. Eigenes und Angeeignetes

Dank und Undank gehören zu jenen in der moralischen Welt jeden Augenblick hervortretenden Ereignissen, worüber die Menschen sich unter einander niemals beruhigen können.

Johann Wolfgang von Goethe (1749 - 1832), gilt als einer der bedeutendsten Repräsentanten deutschsprachiger Dichtung

Quelle: Goethe, J. W., Autobiographisches. Aus meinem Leben. Dichtung und Wahrheit, 2. Teil, 1811-1812. 10. Buch

Ich hasse Undank mehr an einem Menschen
Als Lügen, Hoffart, laute Trunkenheit,
Als jedes Laster, dessen starkes Gift
Das schwache Blut bewohnt.

William Shakespeare (1564 - 1616), englischer Dichter, Dramatiker, Schauspieler und Theaterleiter

Quelle: Shakespeare, Was ihr wollt (Twelfth Night, or What You Will), um 1601, Erstdruck 1623. 3. Aufzug, 5. Szene, Viola

Das Wort 'Sieh auf das Ende eines langen Lebens', ist unerfreulich, wenn es sich auf vergangenes Glück bezieht.

Epikur von Samos (341 - 271 v. Chr.), griechischer Philosoph

Quelle: Nestle, Die Nachsokratiker, 2 Bde., 1923. Aus der Spruchsammlung 'Also sprach Epikuros' [75]

Die Undankbarkeit der Seele macht das Lebewesen begehrlich nach unbegrenzten Raffinements der Nahrung.

Epikur von Samos (341 - 271 v. Chr.), griechischer Philosoph

Quelle: Epikur, Vatikanische Spruchsammlung (Gnomologium Vaticanum Epicureum). [69]

Die beste Beschreibung des Menschen ist meiner Ansicht nach: der undankbare Zweifüßler.

Fjodor Michailowitsch Dostojewski (1821 - 1881), Auch Fëdor Mihajlovič Dostoevskij; gilt als einer der bedeutendsten russischen Schriftsteller

Wer Wohltat gibt, soll's bald vergessen; wer Wohltat nimmt, soll's nie vergessen;
Sonst ist um Undank der zu strafen und jenem Hoffart zuzumessen.

Friedrich von Logau (1605 - 1655), Pseudonym: Salomon von Golaw, deutscher Dichter des Barocks aus schlesischem Adelsgeschlecht

Quelle: Logau, Salomons von Golaw Deutscher Sinn=Getichte Drey Tausend, 1654