456 Zitate und 4 Gedichte über Unglück.

Frei geht das Unglück durch die ganze Erde!

Friedrich von Schiller (1759 - 1805), Johann Christoph Friedrich, ab 1802 von Schiller, deutscher Arzt, Dichter, Philosoph und Historiker; gilt als einer der bedeutendsten deutschsprachigen Dramatiker und Lyriker

Quelle: Schiller, Wallenstein (Trilogie), entst. 1796-1799; Erstdruck 1800. Wallensteins Tod, 1799. 4. Akt, 11. Auftritt, Thekla

Dir war das Unglück eine strenge Schule.

Friedrich von Schiller (1759 - 1805), Johann Christoph Friedrich, ab 1802 von Schiller, deutscher Arzt, Dichter, Philosoph und Historiker; gilt als einer der bedeutendsten deutschsprachigen Dramatiker und Lyriker

Quelle: Schiller, Maria Stuart, 1800. 2. Akt, 3. Auftritt, Talbot

Im Grunde ist jedes Unglück gerade so schwer, wie man es nimmt.

Marie von Ebner-Eschenbach (1830 - 1916), Marie Freifrau Ebner von Eschenbach, österreichische Erzählerin, Novellistin und Aphoristikerin

Quelle: Ebner-Eschenbach, Aphorismen, 1911. Originaltext

Missgeschick beugt nur den, der sich durch Glück täuschen lässt.

Lucius Annaeus Seneca (ca. 4 v. Chr. - 65 n. Chr.), genannt Seneca der Jüngere, war ein römischer Philosoph, Stoiker, Schriftsteller, Naturforscher und Politiker; Selbsttötung auf Geheiß seines ehem. Schülers Nero (Römischer Kaiser von 54 - 68)

Quelle: Seneca, Trostschrift an Helvia (De Consolatione ad Helviam matrem). 5. Kapitel. Übersetzt von Otto Apelt (1923)

Wenn du mich um meine Meinung fragst, so gibt es für einen Mann nur ein Unglück, nämlich, daß es Ereignisse in der Welt geben kann, die er als Unglück ansieht.

Lucius Annaeus Seneca (ca. 4 v. Chr. - 65 n. Chr.), genannt Seneca der Jüngere, war ein römischer Philosoph, Stoiker, Schriftsteller, Naturforscher und Politiker; Selbsttötung auf Geheiß seines ehem. Schülers Nero (Römischer Kaiser von 54 - 68)

Quelle: Seneca, Mächtiger als das Schicksal. Ein Brevier, übersetzt von Wolfgang Schumacher 1942. Moralische Briefe an Lucilius

Jeder ist soweit unglücklich, als er es zu sein glaubt.

Lucius Annaeus Seneca (ca. 4 v. Chr. - 65 n. Chr.), genannt Seneca der Jüngere, war ein römischer Philosoph, Stoiker, Schriftsteller, Naturforscher und Politiker; Selbsttötung auf Geheiß seines ehem. Schülers Nero (Römischer Kaiser von 54 - 68)

Quelle: Seneca, Briefe an Lucilius (Epistulae morales ad Lucilium), 62 n. Chr. 78. Brief. Übersetzt von Otto Apelt (1924)

Wenn es dem Mann wohl geht, ist’s leicht, ihn zu stürzen in’s Unglück,
Aber ein Unglückskind glücklich zu machen, ist schwer.

Theognis von Megara (um 540 - 500 v. Chr.), altgriechischer Dichter

Quelle: Theognis, Elegien. Deutsch im Versmaße der Urschriften. Übersetzt von Dr. Wilhelm Binder, Krais & Hofmann, Stuttgart 1859. V. 843f.

Denn dies ist für die Menschen die Ursache allen Übels, daß sie nicht imstande sind, die allgemeinen Begriffe auf die einzelnen Fälle anzuwenden.

Flavius Arrian (um 95 - um 175), griechisch Arrianos, lateinisch Arrianus, griechischer Schriftsteller aus Nikomedeia in Bithynien, Schüler des Stoikers Epiktet; war etwa 128/129 römischer Konsul, nach 130 Statthalter von Kappadokien

Quelle: Arrian, Epiktetäische Abhandlungen