481 Zitate und 6 Gedichte über Unglück.

Es gäbe wenig Unglück, sähe jeder das seine mit den Augen des Nächsten.

Emanuel Wertheimer (1846 - 1916), deutsch-österreichischer Philosoph und Aphoristiker ungarischer Herkunft

Quelle: Wertheimer, Aphorismen. Gedanken und Meinungen, 1896

Vor einem Übel ewig zu erbangen
Ist schlimmer, als das Übel selbst sich weist.

Torquato Tasso (1544 - 1595), italienischer Dichter, bekanntgeworden vor allem durch sein Epos 'Das befreite Jerusalem' (1574)

Quelle: Tasso, Das befreite Jerusalem (La Gerusalemme liberata), entstanden 1570-75, autorisierter Erstdruck 1582

Anderer Leute Unglück macht uns glücklicher.

© Walter Ludin (*1945), Schweizer Journalist, Redakteur, Aphoristiker und Buchautor, Mitglied des franziskanischen Ordens der Kapuziner

Auch aus Unglück muß man Vorteile zu ziehen suchen.

Heinrich Heine (1797 - 1856), Christian Johann Heinrich Heine (Harry Heine), deutscher Dichter und Romancier, ein Hauptvertreter des Jungen Deutschland, Begründer des modernen Feuilletons

Lebt getrost und setzet stets dem Unglück eine starke Brust entgegen.

Horaz (65 - 8 v. Chr.), eigentlich Quintus Horatius Flaccus, römischer Satiriker und Dichter

Quelle: Horaz, Satiren (Sermones), ca. 42-30 v. Chr. 2, 2, 135-136. Übersetzt von Christoph Martin Wieland
Originaltext: Quocirca vivite fortes fortiaque adversis opponite pectora rebus.