85 Zitate und 5 Gedichte über Unmenschlichkeit.

Der Weg der neuen Bildung geht
Von Humanität
Durch Nationalität
Zur Bestialität.

Franz Grillparzer (1791 - 1872), Wiener Hofkonzipist und Burgtheaterdichter

Quelle: Grillparzer, Gedichte. Hier: 1849

Unmenschlichkeit: eine bemerkenswerte charakteristische Eigenschaft des Menschen.

Ambrose Gwinnett Bierce (1842 - 1914), genannt Bitter Pierce, US-amerikanischer Journalist und Satiriker

Quelle: Bierce, Des Teufels Wörterbuch (The Cynic's Word Book), 1906 (1909 als »Devil’s Dictionary« in ›Collected Works‹, Vol. 7)

O Gott, aus diesen Zügen spricht kein Herz.

Friedrich von Schiller (1759 - 1805), Johann Christoph Friedrich, ab 1802 von Schiller, deutscher Arzt, Dichter, Philosoph und Historiker; gilt als einer der bedeutendsten deutschsprachigen Dramatiker und Lyriker

Quelle: Schiller, Maria Stuart, 1800. 3. Akt, 4. Auftritt, Maria

Der Mensch ist ein Wolf für den Menschen.
(Lupus est homo homini.)

Titus Maccius Plautus (250 - 184 v. Chr.), lateinischer Komödiendichter

Quelle: Plautus, Asinaria (Eseleien)

Die Mißachtung des Lebens und die Brutalität gegen den Menschen lassen die Fähigkeit des Menschen zur Unmenschlichkeit erkennen. - Sie kann und darf kein Mittel irgendeiner Konfliktlösung sein und bleiben.

Rosa Luxemburg (1870 - 1919), deutsche sozialistische Politikerin polnischer Herkunft, Mitbegründerin der KPD

Dieses Zitat ist zu lesen auf der Gedenktafel für Rosa Luxemburg im Tiergarten am Landwehrkanal

Uns bedroht nicht der Tod, ohne den es kein Leben gibt, uns tötet das unmenschliche Leben.

© Manfred Hinrich (1926 - 2015), Dr. phil., deutscher Philosoph, Philologe, Lehrer, Journalist, Kinderliederautor, Aphoristiker und Schriftsteller

Der Tod ist nicht der Feind, der Feind ist das unmenschliche Leben.

© Manfred Hinrich (1926 - 2015), Dr. phil., deutscher Philosoph, Philologe, Lehrer, Journalist, Kinderliederautor, Aphoristiker und Schriftsteller

Die Unmenschlichkeit beginnt, wenn aus Menschen Leute werden.

© Ernst Ferstl (*1955), österreichischer Lehrer, Dichter und Aphoristiker

Quelle: Ferstl, Kurz und fündig. Gedanken mit Tiefgang, 1995