86 Zitate und 5 Gedichte über Unmenschlichkeit.

Unmenschlichkeit: eine bemerkenswerte charakteristische Eigenschaft des Menschen.

Ambrose Gwinnett Bierce (1842 - 1914), genannt Bitter Pierce, US-amerikanischer Journalist und Satiriker

Quelle: Bierce, Des Teufels Wörterbuch (The Cynic's Word Book), 1906 (1909 als »Devil’s Dictionary« in ›Collected Works‹, Vol. 7)

Irgendetwas läuft da schief:
Die Menschheit nimmt zu,
die Menschlichkeit nicht.

© Ernst Ferstl (*1955), österreichischer Lehrer, Dichter und Aphoristiker

Quelle: Ferstl, Wegweiser, Asaro-Verlag 2005

Die Liebe ist das Menschliche am Menschen, und das Unmenschliche ist der lieblose Egoist.

Max Stirner (1806 - 1856), eigentlich Johann Caspar Schmidt, deutscher Philosoph, Junghegelianer und Theoretiker des Egoismus und des Anarchismus

Quelle: Stirner, Der Einzige und sein Eigentum, vordatiert auf 1845, aber erschienen bereits im Oktober 1844

Ich fürchte, die Natur hat dem Menschen selbst einen Zug zur Unmenschlichkeit eingepflanzt.

Michel de Montaigne (1533 - 1592), eigentlich Michel Eyquem, Seigneur de Montaigne, französischer Philosoph und Essayist

Quelle: Montaigne, Essais, Erstdruck 1579, erste Gesamtausgabe 1595 (posthum)

Hart wird zuletzt die Haut, die viele Streich' empfangen,
Und hart der Sinn, wem es hart in der Welt gegangen.

Friedrich Rückert (1788 - 1866), alias Freimund Raimar, deutscher Dichter, Lyriker und Übersetzer arabischer, hebräischer, indischer und chinesischer Dichtung

Quelle: Rückert, Gedichte. Die Weisheit des Brahmanen, 1836-1839

Unmenschliches fordert Menschliches heraus.

© Manfred Hinrich (1926 - 2015), Dr. phil., deutscher Philosoph, Philologe, Lehrer, Journalist, Kinderliederautor, Aphoristiker und Schriftsteller