86 Zitate und 5 Gedichte über Unmenschlichkeit.

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Sieh zu, daß du für den Unmenschlichen nicht solches empfindest, wie die Unmenschen gegenüber den Menschen.

Marc Aurel (121 - 180), römischer Kaiser und Philosoph, hieß bei Geburt Marcus Annius Catilius Severus; später Marcus Annius Verus; nach Adoption durch Kaiser Hadrianus: Marcus Aelius Aurelius Verus und nach Adoption durch Kaiser Antoninus Pius und als Kaiser: Marcus Aurelius Antoninus Augustus

Quelle: Marc Aurel, Selbstbetrachtungen (Τὰ εἰς ἑαυτόν), entstanden vermutlich 170-180 n. Chr. In: Des Kaisers Marcus Aurelius Antonius Selbstbetrachtungen, übers. v. Albert Wittstock, Verlag Philipp Reclam jun. 1949

Mancher Kranke stirbt am Herzversagen seiner »Mitmenschen«.

© Gerhard Uhlenbruck (*1929), deutscher Immunbiologe und Aphoristiker

Quelle: Uhlenbruck, Ein gebildeter Kranker, 3. erweiterte Auflage 1990

Ein Mensch hat zwar Vernunfft, lebt aber wie ein Vieh;
Ein Vieh hat nicht Vernunfft, lebt menschlich gegen sich.

Friedrich von Logau (1605 - 1655), Pseudonym: Salomon von Golaw, deutscher Dichter des Barocks aus schlesischem Adelsgeschlecht

Quelle: Logau, Salomons von Golaw Deutscher Sinn=Getichte Drey Tausend, 1654. Aus: Die Vernunfft

Wer im Leben ein Monstrum war, bekommt ein Kapitel im Buch der Geschichte.

© Billy (1932 - 2019), eigentlich Walter Fürst, Schweizer Aphoristiker

Quelle: Billy, Aphoretum – Gesammelte Aphorismen, 2010

Auch das ist eine unserer Eigenarten, daß wir gerne jemanden mißhandeln, dessen Seele anders besaitet ist als die unsere.

Multatuli (1820 - 1887), lateinisch: ich habe viel getragen, eigentlich Eduard Douwes Dekker, niederländischer Kolonialbeamter und Schriftsteller

Quelle: Multatuli, Woutertje Pieterse, 1862-1877

Das Betriebssystem des Menschen ist und bleibt tierisch.

© Billy (1932 - 2019), eigentlich Walter Fürst, Schweizer Aphoristiker

Quelle: Billy, Aphoretum – Gesammelte Aphorismen, 2010

Die Bestie steckt in dem Menschen;
man muß ihr zuweilen einen Brocken hinwerfen.

Johann Jakob Mohr (1824 - 1886), deutscher Epigrammatiker, Dramatiker, Aphoristiker, Erzähler und Pädagoge

Quelle: Mohr, Gedanken über Leben und Kunst, 1879