250 Zitate und 3 Gedichte über Urteil.

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Eine Jury, wie sie auch entstanden und zusammengesetzt sein mag, ist unmoralisch und ungerecht.

David d’Angers (1788 - 1856), eigentlich Pierre Jean David d’Angers, französischer Bildhauer, war auch in Deutschland tätig, wo zahlreiche Bildnismedaillons entstanden (Goethe, Schiller, Tieck, Schinkel, A. von Humboldt u. a.)

Quelle: Schmidt (Hg.), Künstlerworte, gesammelt von Karl Eugen Schmidt, Leipzig 1906

Des Menschen Engel ist die Zeit – die rasche
Vollstreckung an das Urteil anzuheften,
Ziemt nur dem unveränderlichen Gott!

Friedrich von Schiller (1759 - 1805), Johann Christoph Friedrich Schiller, ab 1802 von Schiller, deutscher Arzt, Dichter, Philosoph und Historiker; gilt als einer der bedeutendsten deutschsprachigen Dramatiker und Lyriker

Quelle: Schiller, Wallenstein (Trilogie), entstanden 1796-1799; Erstdruck 1800. Wallensteins Tod, 1799. 5. Akt, 11. Auftritt, Octavio

Man soll nicht mit kaltem Blut Menschen beurteilen, die warmes besitzen.

Wilhelm Jensen (1837 - 1911), deutscher Schriftsteller und Redakteur

Quelle: Jensen, Sonne und Schatten, 2 Bde., 1873

Wie wenige Dinge beurteilen wir richtig!

Luc de Clapiers, Marquis de Vauvenargues (1715 - 1747), französischer Philosoph, Moralist und Schriftsteller

Quelle: Vauvenargues, Unterdrückte Maximen, übersetzt von Fritz Schalk, in: Die französischen Moralisten, 1938

Das Urteil, das ist der Glaube: „dies und dies ist so“. Also steckt im Urteile das Geständnis, einem identischen Fall begegnet zu sein: Es setzt also Vergleichung voraus, mit Hilfe des Gedächtnisses.

Friedrich Nietzsche (1844 - 1900), Friedrich Wilhelm Nietzsche, deutscher Philosoph, Essayist, Lyriker und Schriftsteller

Quelle: Nietzsche, F., Nachgelassene Fragmente. August – September 1885

Ein gebildetes Urteil gefällt
mir besser als ein gefälltes.

© Manfred Hinrich (1926 - 2015), Dr. phil., deutscher Philosoph, Philologe, Lehrer, Journalist, Kinderliederautor, Aphoristiker und Schriftsteller