161 Zitate und 4 Gedichte über Verachtung.

Seite: 3

Die Verachtung ist der Rückhalt von Emporkömmlingen, Angebern, häßlichen Leuten und Dummköpfen, die Maske, hinter der sich Bedeutungslosigkeit, manchmal Schurkerei verbirgt und die Geist, Urteil und Güte überflüssig macht.

Alphonse Daudet (1840 - 1897), französischer Lehrer, dann Journalist in Paris; schrieb Erzählungen, mehrere Romane und das Schauspiel »L'Arlésienne«

Quelle: Daudet, Reisen und Abenteuer des Tartarin aus Tarascon in Afrika und in den Alpen, 1885

Ein Diadem erkämpfen ist groß. Es wegwerfen ist göttlich.

Friedrich von Schiller (1759 - 1805), Johann Christoph Friedrich Schiller, ab 1802 von Schiller, deutscher Arzt, Dichter, Philosoph und Historiker; gilt als einer der bedeutendsten deutschsprachigen Dramatiker und Lyriker

Quelle: Schiller, Die Verschwörung des Fiesco zu Genua, 1782. 2. Akt, 19. Auftritt, Fiesco

Wer das Urteil aller Menschen verachtet, ist selbst verächtlich.

Moritz Lazarus (1824 - 1903), deutscher Philosoph und Mitbegründer der »Völkerpsychologie«

Nachsichtige Verachtung mit dem Sarkasmus der Heiterkeit zu verbinden: das ist die beste Philosophie für die Welt.

Nicolas Chamfort (1741 - 1794), eigentlich Sébastien Roch Nicolas de Chamfort, französischer Dramatiker, Mitglied der Académie Française

Quelle: Chamfort, Maximen und Gedanken. Charaktere und Anekdoten (Maximes et pensées: Caractères et anecdotes), 1795. In: Die französischen Moralisten. Die Aphorismenbücher in vollständiger Gestalt. Verdeutscht und hg. von Fritz Schalk, Leipzig 1938

Schlechtes richte!
Rechtes sichte!
Echtes – acht' es!
Ächt' Gemachtes!

Peter Sirius (1858 - 1913), eigentlich Otto Kimmig, deutscher Gymnasialprofessor, Dichter und Aphoristiker

Quelle: Sirius, Tausend und Ein Gedanken, 1899

Menschenverachtung ist oft nur eine Spielart der Selbstverachtung.

Peter Sirius (1858 - 1913), eigentlich Otto Kimmig, deutscher Gymnasialprofessor, Dichter und Aphoristiker

Quelle: Sirius, Tausend und Ein Gedanken, 1899

Spei' ihn an und reiche ihm dann ein Taschentuch zum Abtrocknen, so bedankt er sich noch.

Friedrich Hebbel (1813 - 1863), Christian Friedrich Hebbel, deutscher Dramatiker und Lyriker

Quelle: Hebbel, Tagebücher. Nach der historisch-kritischen Ausgabe von R. M. Werner, 4 Bde., 1903-04. 1860