24 Zitate und 1 Gedicht über Verehrung.

Die Verehrung des Weisen ist ein großes Gut für seinen Verehrer.

Epikur von Samos (341 - 271 v. Chr.), griechischer Philosoph

Quelle: Nestle, Die Nachsokratiker, 2 Bde., 1923. Aus der Spruchsammlung 'Also sprach Epikuros' [32]

Du kannst keinen Großen mehr ruhig verehren,
mußt dich zugleich seiner Narren erwehren.

Christian Morgenstern (1871 - 1914), deutscher Schriftsteller, Dramaturg, Journalist und Übersetzer

Quelle: Morgenstern, Epigramme und Sprüche, 1922 (posthum)

Die Menschen, die die Heiligtümer erfunden haben, sind die schlimmsten Bestien.

Paul Richard Luck (1880 - 1940), deutscher Schriftsteller

Quelle: Luck, Stimmen der Stille. Aphorismen, 1919

Ach, fühlt denn nicht jeder aufrichtige Mensch, daß er selbst größer wird, wenn er das verehrt, was wirklich über ihm steht?

Thomas Carlyle (1795 - 1881), schottischer Philosoph, Historiker, Essayist, Geschichtsschreiber und sozialpolitischer Schriftsteller

Quelle: Carlyle, Über Helden und Heldenverehrung und das Heldentümliche in der Geschichte (On Heroes, Hero-Worship, and The Heroic in History), 1841

Wer recht uns peitscht, den lernen wir verehren.

Adelbert von Chamisso (1781 - 1838), eigentlich Louis Charles-Adélaïde de Chamisso de Boncourt, deutsch-französischer Dichter und Naturforscher

Quelle: Chamisso, Gedichte. Aus: Sage von Alexandern, 1835

Die Verehrung verträgt nämlich nicht die Nähe; sondern hält sich fast immer in der Ferne auf; weil sie, bei persönlicher Gegenwart des Verehrten, wie Butter an der Sonne schmilzt.

Arthur Schopenhauer (1788 - 1860), deutscher Philosoph

Quelle: Schopenhauer, Parerga und Paralipomena, 2 Bde., 1851. Zweiter Band. Kapitel 20. Über Urteil, Kritik, Beifall und Ruhm