210 Zitate und 23 Gedichte über Vergessen.

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wir lernen nichts dazu
aber wir vergessen alles

© Anke Maggauer-Kirsche (*1948), deutsche Lyrikerin, Aphoristikerin und ehemalige Betagtenbetreuerin in der Schweiz

Wer kein Gehirn hat, habe Beine.

Aus Italien

Quelle: Düringsfeld/Reinsberg-Düringsfeld (Hg.), Sprichwörter der germanischen und romanischen Sprachen, 2 Bde., 1872-75. Originaltext: Chi non ha cervello, abbia gambe.

Alles verzeihen dir die Frau'n auf Erden,
Nur nicht das Vergessen-Werden.

Felix Dahn (1834 - 1912), deutscher Professor für Rechtswissenschaften, Schriftsteller und Historiker ("Die Könige der Germanen")

Es braucht mehr Mut, zu vergessen, als sich zu erinnern.

Søren Kierkegaard (1813 - 1855), Søren Aabye Kierkegaard, dänischer Philosoph, Theologe und Schriftsteller

Vergangnes und Zukünftiges verdeckt
Formloser Schutt und Trümmer des Vergessens.

William Shakespeare (1564 - 1616), englischer Dichter, Dramatiker, Schauspieler und Theaterleiter

Quelle: Shakespeare, Troilus und Cressida (Troilus and Cressida), um 1601, Erstdruck 1610. 4. Aufzug, 5. Szene, Agamemnon zu Hektor

Wie wenig moralisch sähe die Welt ohne die Vergesslichkeit aus! Ein Dichter könnte sagen, dass Gott die Vergesslichkeit als Türhüterin an die Tempelschwelle der Menschenwürde hingelagert habe.

Friedrich Nietzsche (1844 - 1900), Friedrich Wilhelm Nietzsche, deutscher Philosoph, Essayist, Lyriker und Schriftsteller

Quelle: Nietzsche, Menschliches, Allzumenschliches. Ein Buch für freie Geister, 1878 (2. erweiterte Auflage 1886). Erster Band. Zweites Hauptstück: Zur Geschichte der moralischen Empfindungen