146 Zitate und 2 Gedichte über Vergnügen.

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Süsses Leben hat einen bitteren Beigeschmack.

© Fred Ammon (*1930), Aphoristiker

Quelle: Ammon, Kleine Dumm- und Weisheiten zum Schmunzeln und Nachdenken, Books on Demand 2008

In Erwartung des Trauerspiels genießen wir die Posse: man muss sich immer amüsieren; nichts ist gesunder!

Voltaire (1694 - 1778), eigentlich François-Marie Arouet, französischer Philosoph der Aufklärung, Historiker und Geschichts-Schriftsteller

Quelle: Voltaire, Briefe. An Herrn und Frau Argental, 9. September 1763

Gespenster leben zehnmal vergnüglicher als wir
und tausendmal länger.

© Billy (1932 - 2019), eigentlich Walter Fürst, Schweizer Aphoristiker

Quelle: Billy, Aphoretum – Gesammelte Aphorismen, 2010

So muss es kommen, dass –
wollen Götter sich vergnügen,
die Sterblichen sie drum betrügen.

August Strindberg (1849 - 1912), Johan August Strindberg, schwedischer Schriftsteller und Künstler, gilt als einer der wichtigsten schwedischen Autoren

Quelle: Strindberg, Inferno, 1897; übersetzt von Christian Morgenstern. De creatione et sententia vera mundi. 6. Akt, Egyn

Am längsten und wirklich erfreulich ist nur die Abwechslung aus dem einfachen Grunde, weil auf die Dauer nichts wirklich erfreulich ist.

Giacomo Leopardi (1798 - 1837), ital. Dichter, Essayist und Philologe, bedeutender Erneuerer der italienischen Literatursprache

Quelle: Leopardi, Gedanken aus dem Zibaldone (Pensieri di varia filosofia e di bella letteratura (ab 1817)), postum erschienen 1845. Deutsch von Ludwig Wolde, Verlag von R. Oldenbourg, München und Berlin 1943

Der Mensch ist uns ein Rätsel, merkt euch das;
Der Wunder größtes, laßt euch das genügen;
Eins in der schönen Welt ist Schade, daß
Vergnügen Sünd' und Sünde meist Vergnügen.

George Gordon Byron (1788 - 1824), George Gordon Noel Byron, 6. Baron Byron, bekannt als Lord Byron, englischer Dichter der Romantik

Quelle: Byron, Don Juan, 1819-1824, Gedicht (an 'Epic Satire'), hier übersetzt von Otto Gildemeister 1877. Erster Gesang. Originaltext der Übersetzung

Wohin nur ein Saamenkorn des Vergnügens fiel, sprossen schon tausend Keime des Jammers. Wo nur eine Thräne der Freude liegt, liegen tausend Thränen der Verzweiflung begraben. […] Jeder Tropfe Zeit ist eine Sterbeminute der Freuden, jeder wehende Staub der Leichenstein einer begrabenen Wonne.

Friedrich von Schiller (1759 - 1805), Johann Christoph Friedrich Schiller, ab 1802 von Schiller, deutscher Arzt, Dichter, Philosoph und Historiker; gilt als einer der bedeutendsten deutschsprachigen Dramatiker und Lyriker

Quelle: Schiller, Der Spaziergang unter den Linden, 1782. Wollmar. Originaltext