147 Zitate und 2 Gedichte über Vergnügen.

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Nichts schafft hienieden dauerndes Ergötzen.
Nulla quaggiù diletta e dura.

Francesco Petrarca (1304 - 1374), italienischer humanistischer Gelehrter, 1341 in Rom zum Dichter gekrönt, Weltruhm durch Sonette an Laura ›Canzoniere‹, Alterswerk: ›Über die Weltverachtung‹

Sage mir, wie du dich vergnügst, und ich sage dir, wer du bist.

Multatuli (1820 - 1887), lateinisch: ich habe viel getragen, eigentlich Eduard Douwes Dekker, niederländischer Kolonialbeamter und Schriftsteller

Man findet ein Vergnügen selten dort, wo man es sucht.

Henri Stendhal (1783 - 1842), eigentlich Marie Henri Beyle, franz. Schriftsteller, Militär und Politiker; früher Vertreter des literarischen Realismus

Vergnügt sein ohne Geld, das ist der Stein der Weisen.

Magnus Gottfried Lichtwer (1719 - 1783), deutscher Schriftsteller und Regierungsrat, schrieb von Christian Fürchtegott Gellert beeinflusste Fabeln

Und wenn Millionen vor Hunger krepieren:
Wir woll'n uns mal wieder amüsieren.

Klabund (1890 - 1928), eigentlich Alfred Henschke, deutscher Schriftsteller, Übersetzer ostasiatischer Dichtkunst, Lyriker, Dramatiker und Komödienschreiber

Das Vergnügen ist wie die Lebensversicherung: je älter man ist, desto teurer wird es.

Ken Hubbard (1868 - 1930), auch Kin, eigentlich Frank McKinney, US-amerikanischer Humorist und Karikaturist

Wer nur seinem Vergnügen nachrennt, läuft an der Freude vorbei.

© Ernst Ferstl (*1955), österreichischer Lehrer, Dichter und Aphoristiker

Quelle: Ferstl, Heutzutage, Edition Nove 2006