104 Zitate und 4 Gedichte über Verleumdung.

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Sei so keusch wie Eis, so rein wie Schnee,
du wirst der Verleumdung nicht entgehen.

William Shakespeare (1564 - 1616), englischer Dichter, Dramatiker, Schauspieler und Theaterleiter

Quelle: Shakespeare, Hamlet, 1601-1602, Erstdruck (evtl. Raubdruck) 1603

Eine Frau soll die Verleumdung verachten,
aber davor zittern, sie zu verdienen.

Madeleine de Scudéry (1607 - 1701), französische Schriftstellerin, prägende Gestalt des psychologischen Gesellschaftsromans, gründete um 1650 einen einflussreichen Salon

Verleumdung mußt du frech betreiben,
Es wird schon etwas haften bleiben.

Karl Simrock (1802 - 1876), Karl Joseph Simrock, deutscher Dichter und Philologe, übersetzte u. a. das Nibelungenlied (1827) und die Edda mit der Hávamál (1851)

Quelle: Simrock, K., Gedichte. Sprüche, Erstdruck 1907

Feine Verleumdungen sind gefährlich; aber Gemeinheiten ziehen sich nur Verachtung zu.

Friedrich II., der Große (1712 - 1786), preußischer König, »Der alte Fritz«

Quelle: Friedrich II. (der Große), Briefe. An d'Alembert, am 2. Juli 1769

Verleumdung ist wie eine Wespe, die uns lästig umschwärmt. Man darf nicht nach ihr schlagen, wenn man sie nicht sicher tötet, sonst greift sie noch wütender an als zuvor.

Nicolas Chamfort (1741 - 1794), eigentlich Sébastien Roch Nicolas de Chamfort, französischer Dramatiker, Mitglied der Académie Française

Quelle: Chamfort, Maximen und Gedanken. Charaktere und Anekdoten (Maximes et pensées: Caractères et anecdotes), 1795. In: Die französischen Moralisten. Die Aphorismenbücher in vollständiger Gestalt. Verdeutscht und hg. von Fritz Schalk, Leipzig 1938

Wo die Glocke der Verleumdung läutet,
ist schnell eine gläubige Gemeinde beisammen.

Peter Sirius (1858 - 1913), eigentlich Otto Kimmig, deutscher Gymnasialprofessor, Dichter und Aphoristiker

Quelle: Sirius, Tausend und Ein Gedanken, 1899

Schlimmer als üble Nachrede ist die übliche Vorrede.

© Michael Richter (*1952), Dr. phil., deutscher Zeithistoriker und Aphoristiker

Quelle: Richter, Wortschatz, Mitteldeutscher Verlag 2007

Nachrede ist der Tribut, den man der Öffentlichkeit zollt, wenn man sich hervortut.

Jonathan Swift (1667 - 1745), anglo-irischer Erzähler, Moralkritiker und Theologe

Quelle: Swift, Gedanken über verschiedene Gegenstände (Thoughts on Various Subjects), gemeinsam mit Alexander Pope verfasst