460 Zitate und 6 Gedichte über Vernunft.

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Auch der vernünftigste Mensch bedarf von Zeit zu Zeit wieder der Natur, das heißt seiner unlogischen Grundstellung zu allen Dingen.

Friedrich Nietzsche (1844 - 1900), Friedrich Wilhelm Nietzsche, deutscher Philosoph, Essayist, Lyriker und Schriftsteller

Quelle: Nietzsche, Menschliches, Allzumenschliches. Ein Buch für freie Geister, 1878 (2. erweiterte Auflage 1886). Erster Band. Erstes Hauptstück. Von den ersten und letzten Dingen

Es ist nichts jämmerlicher, als Leute unaufhörlich von Vernunft reden zu hören, mittlerweile sie allein nach Vorurteilen handeln.

Johann Wolfgang von Goethe (1749 - 1832), gilt als einer der bedeutendsten Repräsentanten deutschsprachiger Dichtung

Quelle: Goethe, J. W., Theoretische Schriften. Brief des Pastors zu *** an den neuen Pastor zu ***. Aus dem Französischen. 1773

Die Vernunft ist einfach die Fähigkeit zur Vervollkommnung.

Mary Wollstonecraft (1759 - 1797), nach ihrer Heirat Mary Wollstonecraft-Godwin, englische Frauenrechtlerin und Autorin, Mutter der Schriftstellerin Mary Shelley (auch: Mary Wollstonecraft Shelley)

Ohne den vernünftigen Menschen (homo sapiens) würde kein Rind wahnsinnig.

© Walter Ludin (*1945), Schweizer Journalist, Redakteur, Aphoristiker und Buchautor, Mitglied des franziskanischen Ordens der Kapuziner

Vernunft wird überstrapaziert, vor allem in ihrer Ermangelung.

© Raymond Walden (*1945), Kosmopolit, Pazifist und Autor

Quelle: Walden, Sequenzen von Skepsis, Aphorismen-Reihe seit 2009, siehe hierzu: raymond-walden.blogspot.com

In einer irrsinnigen Welt vernünftig sein zu wollen,
ist schon wieder ein Irrsinn für sich.

Voltaire (1694 - 1778), eigentlich François-Marie Arouet, französischer Philosoph der Aufklärung, Historiker und Geschichts-Schriftsteller

Willst du dir alles untertan machen, so mache dich selbst der Vernunft untertan; du wirst über viele gebieten, wenn du die Vernunft zu deiner Gebieterin machst.

Lucius Annaeus Seneca (ca. 4 v. Chr. - 65 n. Chr.), genannt Seneca der Jüngere; römischer Philosoph, Stoiker, Schriftsteller, Naturforscher und Politiker; Selbsttötung auf Geheiß seines ehem. Schülers Nero (Römischer Kaiser von 54 - 68)

Quelle: Seneca, Briefe an Lucilius (Epistulae morales ad Lucilium), 62 n. Chr. 37. Brief. Übersetzt von Otto Apelt (1924)
Originaltext: Si vis omnia tibi subicere, te subice rationi; multos reges, si ratio te rexerit