1119 Zitate und 12 Gedichte über Verstand.

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Zwei Extreme – das Drängen des Geistes
und die Macht des Fleisches.

Leo Tolstoi (1828 - 1910), Lew Nikolajewitsch Graf Tolstoi, russischer Erzähler und Romanautor

Quelle: Tolstoi, Tagebücher. 1884

Verstand erwerben wir auch über Verständigung mit anderen.

© Gerhard Uhlenbruck (*1929), deutscher Immunbiologe und Aphoristiker

Quelle: Uhlenbruck, Spitze Spritzen - spritzige Spitzen, Ralf Reglin Verlag 2004

Der Verstand ist eine Sache, die gewöhnlich nicht größer wird, wenn hundert ihr Teil zusammenbringen.

Johann Jakob Mohr (1824 - 1886), deutscher Epigrammatiker, Dramatiker, Aphoristiker, Erzähler und Pädagoge

Quelle: Mohr, Gedanken über Leben und Kunst, 1879

Wir waren kompliziert, die Maschine zu bauen, und wir sind zu primitiv, uns von ihr bedienen zu lassen. Wir treiben Weltverkehr auf schmalspurigen Gehirnbahnen.

Karl Kraus (1874 - 1936), österreichischer Schriftsteller, Publizist, Satiriker, Lyriker, Aphoristiker und Dramatiker

Quelle: Kraus, Sprüche und Widersprüche, 1909

Ist doch Geist und Verstand an den Tag legen nur eine indirekte Art, allen anderen ihre Unfähigkeit und Stumpfsinn vorzuwerfen.

Arthur Schopenhauer (1788 - 1860), deutscher Philosoph

Quelle: Schopenhauer, Parerga und Paralipomena, 2 Bde., 1851. Erster Band. Aphorismen zur Lebensweisheit. Kapitel 5: Paränesen und Maximen

Der Verstand, der bloß aus Not kommt, ist immer einseitig schief.

Friedrich Hölderlin (1770 - 1843), Johann Christian Friedrich Hölderlin, deutscher evangelischer Theologe, Dramatiker und Lyriker (begann ab 1841 seine Gedichte mit ›Scardanelli‹ zu unterzeichnen)