67 Zitate und 3 Gedichte über Verwandtschaft.

Es gibt eine nähere Verwandtschaft als die zwischen Mutter und Kind: die zwischen dem Künstler und seinem Werke.

Marie von Ebner-Eschenbach (1830 - 1916), Marie Freifrau Ebner von Eschenbach, österreichische Erzählerin, Novellistin und Aphoristikerin

Quelle: Ebner-Eschenbach, Aphorismen, 1911

Was sich verwandt ist, kann sich nicht ewig fliehen.

Friedrich Hölderlin (1770 - 1843), Johann Christian Friedrich Hölderlin, deutscher evangelischer Theologe, Dramatiker und Lyriker (begann ab 1841 seine Gedichte mit ›Scardanelli‹ zu unterzeichnen)

Die Griechen, die so gut wussten, was ein Freund sei, ... haben die Verwandten mit einem Ausdrucke bezeichnet, welcher der Superlativ des Wortes „Freund“ ist.

Friedrich Nietzsche (1844 - 1900), Friedrich Wilhelm Nietzsche, deutscher Philosoph, Essayist, Lyriker und Schriftsteller

Quelle: Nietzsche, Menschliches, Allzumenschliches. Ein Buch für freie Geister, 1878 (2. erweiterte Auflage 1886). Erster Band. Sechstes Hauptstück. Der Mensch im Verkehr

Vielleicht ist es den Affen gar nicht recht,
daß wir mit ihnen verwandt sind.

© Michael Richter (*1952), Dr. phil., deutscher Zeithistoriker und Aphoristiker

Quelle: Richter, Wortbruch. Aphorismen, verbum Verlag 1993

Wir sind zwar Brüder, aber unsere Taschen
keine Schwestern.

Aus Russland

Quelle: Oesch (Hg.), Russische Sprichwörter. Ausgewählt und übersetzt von Will A. Oesch, Zürich 1945

Neffen kann man mitnichten vergleichen.

© Klaus Klages (*1938), deutscher Gebrauchsphilosoph und Abreißkalenderverleger

Quelle: Klages, Das Schlimmste für den Humor ist der Ernstfall. Sprüche und Aproporismen, Up-to-Date-Kalender AG 2003

Verwandte sind eine ererbte Krankheit. Mit den übrigen Leuten identifiziert man sich per Zufall.

© Gerhard Uhlenbruck (*1929), deutscher Immunbiologe und Aphoristiker

Quelle: Uhlenbruck, Ein gebildeter Kranker, 3. erweiterte Auflage 1990