67 Zitate und 3 Gedichte über Verwandtschaft.

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Vom Harz bis Hellas immer Vettern!

Johann Wolfgang von Goethe (1749 - 1832), gilt als einer der bedeutendsten Repräsentanten deutschsprachiger Dichtung

Quelle: Goethe, Faust. Der Tragödie zweiter Teil, 1832. 2. Akt, Am obern Peneios, Mephistopheles zu Empuse

Bei manchen Verwandten wünschte man sich, es wären Entfernte.

© Klaus Klages (*1938), deutscher Gebrauchsphilosoph und Abreißkalenderverleger

Quelle: Klages, Das Schlimmste für den Humor ist der Ernstfall. Sprüche und Aproporismen, Up-to-Date-Kalender AG 2003

Daß ich nie in meinem Leben eine Schwester gehabt habe! Kein fremdes Weib kann dem Bruder ein solches Verhältnis ersetzen.

Christian Morgenstern (1871 - 1914), deutscher Schriftsteller, Dramaturg, Journalist und Übersetzer

Quelle: Morgenstern, Stufen. Eine Entwicklung in Aphorismen und Tagebuch-Notizen, 1918 (posthum). 1896

Nach dem Tod ihrer Tochter Bärbel fanden die Eltern in einem verschlossenen Umschlag eine Liste mit Namen, die Bärbel bei ihrer Beerdigung nicht dabei haben wollte. Die halbe Verwandtschaft war betroffen.

© Petrus Ceelen (*1943), belgischer Geistlicher, Psychotherapeut, Autor und Aphoristiker, arbeitete als Gefangenenseelsorger und ist seit 1992 Aids-Pfarrer in Stuttgart

Quelle: Ceelen, Worüber man nicht spricht. Menschen am Ende, Schwabenverlag AG, Ostfildern 1997

Alt, uralt ist die Wahlverwandtschaft
zwischen der Hefe und dem Schaum.

Otto Ludwig (1813 - 1865), deutscher Erzähler und Dramatiker

Quelle: Ludwig, Das Fräulein von Scuderi, entstanden um 1846/47, posthum veröffentlicht

Mitunter möchte man um nichts mit sich verwandt sein.

© Gerd W. Heyse (1930 - 2020), auch: Ernst Heiter, deutscher Schriftsteller und Aphoristiker

Quelle: Heyse, Der Hund des Nachbarn bellt immer viel lauter, Eulenspiegel-Verlag 1984