126 Zitate und 8 Gedichte über Verzicht, Entbehrung.

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Oft sind die Bösen mit Reichtum beglückt, und die Redlichen darben;
Doch wir segnen das Los, welches uns Darbenden fiel!

Solon (um 640 - 560 v. Chr.), altgriechischer Gesetzgeber, Gesetzeslehrer, größter der Sieben Weisen und Dichter

Zugeschrieben

Daher ist uns jede einzelne Entbehrung für den Augenblick ziemlich leicht, aber jede Entsagung entsetzlich schwer: denn jene trifft nur die vorübereilende Gegenwart, diese aber die Zukunft und schließt daher unzählige Entbehrungen in sich, deren Äquivalent sie ist.

Arthur Schopenhauer (1788 - 1860), deutscher Philosoph

Quelle: Schopenhauer, Die Welt als Wille und Vorstellung, 1819 (mehrfach ergänzt, seit 1844 in zwei Bänden). Erster Band. Viertes Buch. Der Welt als Wille zweite Betrachtung: Bei erreichter Selbsterkenntnis Bejahung und Verneinung des Willens zum Leben

Wer nie gedarbt, ist ohne Freude reich.

Albrecht von Haller (1708 - 1777), Schweizer Dichter und Universalgelehrter

Quelle: Haller, Versuch Schweizerischer Gedichte, 1772. Aus: Sehnsucht nach der Vaterlande, 1726

Die Entsagung löst viele weibliche Probleme.

Françoise d’Aubigné, marquise de Maintenon (1635 - 1719), kurz nur Madame de Maintenon genannt, die letzte Mätresse Ludwigs XIV. von Frankreich

Der Mann, welcher alle Begierden fahren lässt und ohne Verlangen dahinwandelt, ohne Ichbewusstsein und ohne Selbstsucht, der erlangt den Frieden.

Bhagavadgita wird zu den Shrutis (Offenbarungsschriften) gezählt (6. Buch), ist wichtigster philosophischer Text des indischen Lehrgedichts Mahābhārata und entstand vermutlich zwischen dem 5. und dem 2. Jhdt. v. Chr.

Quelle: Deussen/Strauß (Übers.), Vier philosophische Texte des Mahâbhâratam. Sanatsujâta-Parvan, Bhagavadgîtâ, Mokshadharma, Anugîtâ, 1906. II, 71.