244 Zitate und 7 Gedichte über Vollkommenheit.

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Gibt es irgendeinen Gedanken, der heute einen rechten Deutschen lauter noch als das Gebot der allgemein-menschlichen Pflicht zu sittlichem Mute mahnen kann, so ist es dieser Gedanke: was du auch tun magst, um reiner, reifer, freier zu werden, du tust es für dein Volk.

Heinrich von Treitschke (1834 - 1896), deutscher Historiker, Vertreter der kleindeutsch-preußischen Richtung und des Machtstaates

Quelle: Treitschke, Historische und politische Aufsätze, 1865. Die Freiheit (Erstdruck in: Preußische Jahrbücher, 1861)

Dann erst sei die Vollendung des Menschen da, wenn sich wissenschaftliche und sittliche Kultur wieder in die Schönheit auflöse.

Friedrich von Schiller (1759 - 1805), Johann Christoph Friedrich Schiller, ab 1802 von Schiller, deutscher Arzt, Dichter, Philosoph und Historiker; gilt als einer der bedeutendsten deutschsprachigen Dramatiker und Lyriker

Quelle: Schiller, F., Briefe. An Körner, 9. Februar 1789

Der Weg zur Vollkommenheit bedeutet eine Entdeckungsreise in das Land des Guten und Wahren.

Heinrich Lhotzky (1859 - 1930), deutscher Theologe und Publizist, propagierte später einen politischen Antisemitismus, der mit einer entschiedenen Abkehr vom Christentum verbunden war

Quelle: Lhotzky, Vom Erleben Gottes, 1908

Denn nichts Vollkommenes gibt es auf Erden.

Horaz (65 - 8 v. Chr.), eigentlich Quintus Horatius Flaccus, römischer Satiriker und Dichter

Es gibt nur einen Weg zur Meisterschaft: Erschütterungen durch Leid und Liebe. Aus ihnen wird Weisheit wenn Vollendungsdrang dahinter wirkt. Weisheit ist veredelte Liebe, verklärtes Leid, geschmiedeter Schmerz.

Friedrich Lienhard (1865 - 1929), deutscher Schriftsteller, von 1920-1928 Herausgeber der Zeitschrift »Der Türmer«; Vorkämpfer der Heimatkunst; schrieb Dramen, Essays, Gedichte, Aphorismen und Romane

Das wahre Gut des Menschen ist das eifrige Bestreben nach Vervollkommnung seiner Natur.

Baruch de Spinoza (1632 - 1677), eigentlich Benedictus d'Espinoza, holländischer Philosoph (Baruch = Schüler des Propheten Jeremias)

Quelle: Weiß (Hg.), Tausend und Ein Gedanke. Aphorismen für Geist und Herz, zusammengestellt von Heinrich Weiß, 6. Auflage 1904 (EA: 1880)