245 Zitate und 7 Gedichte über Vollkommenheit.

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Ich bemerke ferner, dass nicht ein Geschöpf für sich, sondern das Ganze aller Dinge berücksichtigt werden muss, wenn man untersucht, ob die Werke Gottes vollkommen sind. Denn das, was vielleicht nicht mit Unrecht sehr unvollkommen erscheint, wenn es für sich betrachtet wird, ist in der Auffassung als Teil der Welt durchaus vollkommen [...].

René Descartes (1596 - 1650), lateinisch Renatus Cartesius, französischer Philosoph, Mathematiker, Naturforscher und Begründer des Rationalismus

Quelle: Descartes, Meditationen über die Grundlagen der Philosophie (Meditationes de Prima Philosophia), 1641. 4. Über das Wahre und Falsche. Übersetzt von Julius Heinrich von Kirchmann, 1870

Pflicht für jeden

Immer strebe zum Ganzen, und kannst du selber kein Ganzes
Werden, als dienendes Glied schließ an ein Ganzes dich an.

Friedrich von Schiller (1759 - 1805), Johann Christoph Friedrich Schiller, ab 1802 von Schiller, deutscher Arzt, Dichter, Philosoph und Historiker; gilt als einer der bedeutendsten deutschsprachigen Dramatiker und Lyriker

Quelle: Schiller, F., Gedichte. Tabulae Votivae, in: Musenalmanach für das Jahr 1797

Mit Unvollkommenheit zu ringen ist das Los
Des Menschen, ist sein Wert und nicht sein Mangel bloß.
Was unvollkommen ist, das soll vollkommen werden;
Denn nur zum Werden, nicht zum Sein, sind wir auf Erden.

Friedrich Rückert (1788 - 1866), alias Freimund Raimar, deutscher Dichter, Lyriker und Übersetzer arabischer, hebräischer, indischer, persischer und chinesischer Dichtung

Quelle: Rückert, Gedichte. Die Weisheit des Brahmanen, 1836-1839

Nur indem wir beständig von dem Gefühl unserer Unvollkommenheit begleitet werden, vervollkommnen wir uns.

Helene von Druskowitz (1856 - 1918), eigentlich Helena Maria Druschkovich, österreichische Philosophin, Literatur- und Musikkritikerin

Je edler und vollkommener eine Sache ist, desto später und langsamer gelangt sie zur Reife.

Arthur Schopenhauer (1788 - 1860), deutscher Philosoph

Quelle: Schopenhauer, Parerga und Paralipomena, 2 Bde., 1851. Zweiter Band. Kapitel 27. Über die Weiber