85 Zitate und 9 Gedichte über Weinen.

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Weinend ward ich geboren, und weinend scheid' ich von hinnen;
Weinend der Tränen viel hab' ich mein Leben verbracht.

Palladas (4. Jh. n. Chr.), altgriechischer Dichter und Epigrammatiker

Quelle: Stobaios, Eclogae und Florilegium (antike Sammlung von Exzerpten und Lehrmeinungen)

Alsbald ein neues Kind
Die erste Luft empfindt,
So hebt es an zu weinen;
Die Sonne muß ihm scheinen
den viermal zehnten Tag,
Eh als es lachen mag.
O Welt, bei deinen Sachen
Ist Weinen mehr als Lachen!

Friedrich von Logau (1605 - 1655), Pseudonym: Salomon von Golaw, deutscher Dichter des Barocks aus schlesischem Adelsgeschlecht

Quelle: Logau, Salomons von Golaw Deutscher Sinn=Getichte Drey Tausend, 1654

(Eule mit Heule)

Ubi Geflenne,
ibi non bene.

© Ulrich Erckenbrecht (*1947), deutscher Schriftsteller und Aphoristiker (Pseudonym: Hans Ritz)

Quelle: Erckenbrecht, Elefant Kette Fuß bunne. Ausgewählte Gedichtsel, Muriverlag 2003

Es sind die ungeweinten Tränen, an denen du so schwer trägst. Weine, und die Last wird leichter.

© Katharina Eisenlöffel (1932 - 2019), österreichische Aphoristikerin

Quelle: Eisenlöffel, Lebensweisheiten, Trotznauer Buch- und Musikverlag 1997

Der Wein heißt auch Wahrheit.

Theokrit (um 300 - 260 v. Chr.), griechisch Theokritos, griechischer Dichter aus Syrakus, begründete die Bukolik (Schäferdichtung) unter Benutzung von vorwiegend sizilianischen Volksgesängen. Theokrit ist das Vorbild für die Hirtendichtung Vergils
© 2003 Bibliographisches Institut & F. A. Brockhaus

Wer zuletzt lacht, wird auch zuletzt weinen.

© Gregor Brand (*1957), deutscher Schriftsteller, Lyriker und Verleger

Quelle: Brand, Meschalim. Zweitausend Aphorismen, Gregor Brand Verlag 2007