66 Zitate und 2 Gedichte über Weltanschauung.

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Nichts nimmt eine Weltanschauung so übel, wie wenn man sie mit einer andern erklären will.

Kurt Tucholsky (1890 - 1935, Freitod), Pseudonyme: Kaspar Hauser, Peter Panter, Theobald Tiger, Ignaz Wrobel; dt. Schriftsteller, Journalist, Literatur- und Theaterkritiker der Zeitschrift "Die Schaubühne" (später umbenannt in "Die Weltbühne"), zählt zu den bedeutendsten Publizisten der Weimarer Republik

Quelle: Tucholsky, Werke 1907-1935. Replik, in: Die Weltbühne, 22.04.1930, Nr. 17 (Ignaz Wrobel)

Vielleicht bildet sich die Ameise im Walde ebenso stark ein, dass sie Ziel und Absicht der Existenz des Waldes ist, wie wir dies tun, wenn wir an den Untergang der Menschheit in unserer Phantasie fast unwillkürlich den Erduntergang anknüpfen.

Friedrich Wilhelm Nietzsche (1844 - 1900), deutscher Philosoph, Essayist, Lyriker und Schriftsteller

Quelle: Nietzsche, Menschliches, Allzumenschliches. Ein Buch für freie Geister, 1878-1880. Zweiter Band. Zweite Abteilung: Der Wanderer und sein Schatten

Ist nicht für viele Menschen Weltanschauung
bloß Weltanguckerei?

© Gregor Brand (*1957), deutscher Schriftsteller, Lyriker und Verleger

Quelle: Brand, Meschalim. Zweitausend Aphorismen, Gregor Brand Verlag 2007

Das sind die schwer erziehbaren Kinder, deren Weltanschauung ist:
Mein Wille geschehe.

Alfred Adler (1870 - 1937), österreichischer Arzt und Tiefenpsychologe, Begründer der Individualpsychologie

Quelle: Adler, Die Technik der Individualpsychologie. 2. Teil: Die Seele des schwererziehbaren Schulkindes, 1930

Aus bestimmten Weltanschauungen
schaut gar keine Welt mehr heraus.

© Jürgen K. Hultenreich (*1948), deutscher Schriftsteller und Maler.

Quelle: Hultenreich, Versager enden scheintot, Brockmeyer Verlag 2012