70 Zitate und 3 Gedichte über Widerstand.

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Im Widerwillen ist oft mehr Wollen als Willen.

© Friedrich Löchner (1915 - 2013), Pseudonym: Erich Ellinger, deutscher Pädagoge, Dichter und Autor

Quelle: Löchner, daily-note, 2002

Vom Biegen und Brechen

Wenn sie zu dir sprechen: "Biegen oder brechen!"
Ruf: "Brechen eh' als biegen!": – Gib acht, so wirst du siegen.

Felix Dahn (1834 - 1912), deutscher Professor für Rechtswissenschaften, Schriftsteller und Historiker ("Die Könige der Germanen")

Quelle: Dahn, F., Gedichte

Kein Ermächtigungsgesetz gibt Ihnen die Macht, Ideen, die ewig und unzerstörbar sind, zu vernichten.

Otto Wels (1873 - 1939), deutscher sozialdemokratischer Politiker, der als letzter Abgeordneter in freier Rede im Berliner Reichstag gegen das Ermächtigungsgesetz der Nationalsozialisten votierte

Quelle: Wels, Reichstagsrede am 23. März 1933

Trutz euch!

Ihr kriegt mich nicht nieder,
Ohnmächtige Tröpfe!
Ich komme wieder und wieder,
Und meine steigenden Lieder
Wachsen begrabend euch über die Köpfe.

Nikolaus Lenau (1802 - 1850), eigentlich Nikolaus Franz Niembsch, Edler von Strehlenau, österreichischer Dichter und melancholischer Lyriker

Quelle: Lenau, N., Gedichte. Sechstes Buch, Entstanden vermutlich 1838, Erstdruck 1851

Am schwersten ist der Widerstand jener zu brechen,
die schon gebrochen wurden.

© Heimito Nollé (*1970), Medienanalyst

Quelle: Nollé, Randgut. Aphorismen und Kurztexte, Brockmeyer Verlag, Bochum 2016. Wiedergabe mit freundlicher Erlaubnis des Verlags. Antithetisches