272 Zitate und 6 Gedichte über Wille.

Wer ehrlich will, was er soll, der kann auch, was er will!

Joseph von Eichendorff (1788 - 1857), Joseph Karl Benedikt Freiherr von Eichendorff, deutscher Dichter, Novellist und Dramatiker

Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg zu Fehlentscheidungen.

© Gerhard Uhlenbruck (*1929), deutscher Immunbiologe und Aphoristiker

Quelle: Uhlenbruck, Spruchreif!?, Einschlägige Geistesblitze, Universitätsverlag Dr. N. Brockmeyer 2011

Da der ganze Mensch nur die Erscheinung seines Willens ist; so kann nichts verkehrter sein, als, von der Reflexion ausgehend, etwas anderes sein zu wollen, als man ist: denn es ist ein unmittelbarer Widerspruch des Willens mit sich selbst.

Arthur Schopenhauer (1788 - 1860), deutscher Philosoph

Quelle: Schopenhauer, Die Welt als Wille und Vorstellung, 1819 (mehrfach ergänzt, seit 1844 in zwei Bänden). Erster Band. Viertes Buch. Der Welt als Wille zweite Betrachtung: Bei erreichter Selbsterkenntnis Bejahung und Verneinung des Willens zum Leben

Alles gilt dem Weisen gleich:
er sitzt in Ruh' und Stille:
geht es nach seinem nicht,
so geht's nach Gottes Wille.

Angelus Silesius (1624 - 1677), dt.: Schlesischer Engel, eigentlich Johannes Scheffler, deutscher Arzt, Priester und Dichter

Quelle: Silesius, Cherubinischer Wandersmann, 1675

Im Willen liegt die Schuld, nicht in der Tat.

Ernst Raupach (1784 - 1852), Ernst Benjamin Salomo Raupach, deutscher Dramatiker

Quelle: Raupach, Robert der Teufel. Romantisches Schauspiel in fünf Aufzügen, 1834. 2. Aufzug, 2. Auftritt. Hilario

Der Wille nämlich ist es, der dem Menschen Leiden verursacht.

Katharina von Siena (1347 - 1380), katholische Heilige, Dominikanerterziarin, Kirchenlehrerin, italienische Landespatronin

Den Willen verlangt darnach, sich unbehindert auszuwirken; wenn man ihn nicht so handeln läßt, so unterdrückt man seine Natur.

Liezi (Liä Dsi) (440 - 370 v. Chr.), Meister Lie, auch Lieh-tzu oder Liä-Tse, latinisiert Licius, wurde als wundertätiger Heiliger verehrt, obgleich seine Existenz umstritten ist, auf ihn soll das taoistische Sammelwerk »Das wahre Buch vom quellenden Urgrund« zurückgehen

Quelle: Liezi (Liä Dsi), Das wahre Buch vom quellenden Urgrund, übersetzt von Richard Wilhelm 1911. Buch VII. Yang Dschu. 7. Pflege des Lebens und Bestattung der Toten