311 Zitate und 64 Gedichte über Wunsch.

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Lasst uns aus allen Lösungen neue Rätsel machen!

© Michael Richter (*1952), Dr. phil., deutscher Zeithistoriker und Aphoristiker

Quelle: Richter, Wortburg. Aphorismen, Books on Demand 2013

Ich will etwas, das von Klein und Groß ebenso unabhängig ist als von Gut und Böse.

Gerhart Hauptmann (1862 - 1946), deutscher Schriftsteller und Dramatiker, Nobelpreisträger für Literatur 1912

Quelle: Hauptmann, Das gesammelte Werk [Ausgabe letzter Hand zum 80. Geburtstag des Dichters, 15. November 1942], Suhrkamp, Berlin 1943. Band XVII. Einsichten und Ausblicke. Aphorismen

So viel Blätter an dem Strauß,
So viel Kinder in dein Haus,
Wünschet dir die Engelschar.

Achim von Arnim (1781 - 1831), eigentlich Carl Joachim Friedrich Ludwig von Arnim, deutscher Dichter der Romantik

Quelle: Arnim, Achim v., Die Kronenwächter, Roman in zwei Bänden. Der erste Band erschien 1817, der zweite Band fragmentarisch und posthum 1854. Band 1, sechste Geschichte: Das Todaustreiben

Wenn nur soviel Geist da wäre wie Worte und soviel Tüchtigkeit wie Geist.

Maria Waser (1878 - 1939), geboren als Maria Krebs, Schweizer Schriftstellerin

Quelle: Waser, Wir Narren von gestern, 1922

Hundert Jahre später möchte ich geboren sein. Dann werden wir den Weltenraum innehaben und mehr denn die Götter sein.

Georg Heym (1887 - 1912), deutscher Lyriker und Expressionist mit pessimistischen Visionen

Quelle: Heym, in: Georg Heym Lesebuch. Gedichte, Prosa, Träume, Tagebücher, hg. von Heinz Rölleke, Verlag C. H. Beck 1984. Zweites Tagebuch

Wie Sterbliche fürchtet ihr alles, wie Unsterbliche begehrt ihr alles.

Lucius Annaeus Seneca (ca. 4 v. Chr. - 65 n. Chr.), genannt Seneca der Jüngere; römischer Philosoph, Stoiker, Schriftsteller, Naturforscher und Politiker; Selbsttötung auf Geheiß seines ehem. Schülers Nero (Römischer Kaiser von 54 - 68)

Quelle: Seneca, Von der Kürze des Lebens (De Brevitate Vitae), um 49 n. Chr. 3. Kapitel, Übers. Aphorismen.de
Originaltext: Omnia tamquam mortales timetis, omnia tamquam immortales concupiscitis

Nichts aber ist dir beschwerlich, was du nicht begehrst.

Marcus Tullius Cicero (106 - 43 v. Chr.), römischer Redner und Staatsmann

Quelle: Cicero, Cato der Ältere über das Greisenalter (Cato maior de senectute), 44 v. Chr. Übers. Aphorismen.de
Originaltext: Nihil autem est molestum, quod non desideres

Wer nicht begehrt, entbehrt freilich auch nicht.

Marcus Tullius Cicero (106 - 43 v. Chr.), römischer Redner und Staatsmann

Quelle: Cicero, Cato der Ältere über das Greisenalter (Cato maior de senectute), 44 v. Chr. Übers. Aphorismen.de
Originaltext: Quamquam non caret is, qui non desiderat