Neuzugänge der letzten 14 Tage.

Den Menschen zu Großem befähigen, obwohl er ein Bastard ist, das erst ist unsere Aufgabe!

Robert Musil (1880 - 1942), seit 1918 auch Robert Edler von Musil, österreichischer Novellist, Dramatiker und Aphoristiker

Quelle: Musil, Der Mann ohne Eigenschaften, 1921-1942; gilt als einer der wichtigsten Romane des 20. Jhs. Der erste Band von drei geplanten erschien 1930, der erste Teil des zweiten 1932. Musil arbeitete bis zu seinem Lebensende an dem Roman. 1. Buch. Zweiter Teil. Seinesgleichen geschieht

Um die Menschen kennen zu lernen, muss man sie handeln sehen.

Jean-Jacques Rousseau (1712 - 1778), Genfer Schriftsteller, Philosoph und Pädagoge; wichtiger Wegbereiter der Französischen Revolution

Quelle: Rousseau, Emil oder über die Erziehung (Émile ou de l'éducation), 1762. Übers. Aphorismen.de

Der Apfel, den Adam und Eva aßen, liegt uns heute noch im Magen.

© Arthur Feldmann (1926 - 2012), österreichisch-jüdischer Schriftsteller, 1939 Emigration nach Israel als Aharon Shadmoni, 1956 als André Chademony in Frankreich eingebürgert

Quelle: Feldmann, Kurznachrichten aus der Mördergrube oder Die große Modeschau der nackten Könige, 1993

Eher will ich durch das Studium mager werden als durch die Liebe.

Erasmus von Rotterdam (1469 - 1536), holländischer Theologe, Philologe und Humanist, nannte sich Desiderius Erasmus, eigentlich Gerhard Gerhards

Quelle: Erasmus von Rotterdam, Schülergespräche (Familiarum colloquiorum formulae), 1526. Übers. Aphorismen.de
Originaltext: Malim studio macrescere quam amore

Die Anfänge liegen in unserer Macht, über den Ausgang entscheidet das Schicksal.

Lucius Annaeus Seneca (ca. 4 v. Chr. - 65 n. Chr.), genannt Seneca der Jüngere; römischer Philosoph, Stoiker, Schriftsteller, Naturforscher und Politiker; Selbsttötung auf Geheiß seines ehem. Schülers Nero (Römischer Kaiser von 54 - 68)

Quelle: Seneca, Briefe an Lucilius (Epistulae morales ad Lucilium), 62 n. Chr. 14. Brief. Übers. Aphorismen.de
Originaltext: Initia in potestate nostra sunt, de eventu fortuna iudicat

Begierden und Leidenschaften aber sind unersättlich – sie richten nicht nur einzelne Menschen zugrunde, sondern auch ganze Familien, ja sie bringen oft auch den ganzen Staat zu Fall.

Marcus Tullius Cicero (106 - 43 v. Chr.), römischer Redner und Staatsmann

Quelle: Cicero, Vom höchsten Gut und vom größten Übel (De finibus bonorum et malorum), 45 v. Chr. Übers. Aphorismen.de
Originaltext: Cupiditates enim sunt insatibiles, quae non modo singulos homines, sed universas familias evertunt, totam etiam labefactant saepe rem publicam

Ab in die Arche. Die Redeflut ist nicht zu halten.

© Klaus D. Koch (*1948), Dr. med., deutscher Mediziner und Aphoristiker

Quelle: Koch, Grosses ›Koch‹ Buch, Edition Temmen 2018